Sleeves

Sleeves für Druck und Veredelung sind dünnwandige Hülsen, bestehend aus einem Basiskörper aus Aluminium oder Kunststoff (GfK) und einer darauf aufgetragenen Funktionsschicht. Darüber hinaus sind sie auch für technische Anwendungen geeignet, wie beispielsweise als Adaptersleeve zur Formatüberbrückung oder als Presseure.

In der Funktion als Druckformträger im Flexodruck wird zwischen zwei Grundtypen unterschieden. Montagesleeves sind ausgelegt für das passgenaue Positionieren flexibler Plattenmaterialien mit Hilfe kompressibler Klischeeklebebänder und spezieller Montagegeräte. Eine Variante dieses Montagesleeves ist der Sleeve mit selbstklebender Oberfläche und integrierter kompressibler Schaumschicht für die Montage von Druckplatten ohne Klischeeklebebänder. Der andere Grundtyp ist der bereits herstellerseitig mit Plattenmaterialien wie Fotopolymeren oder Elastomeren vollflächig beschichtete Endlossleeve. Er bietet die Möglichkeit zur Bebilderung in die LAMS-Schicht des Fotopolymers oder direkt in das Elastomer. Nach der Plattenmontage bzw. der Direktbebilderung wird der Sleeve standgenau auf den Formzylinderdorn der Druckmaschine aufgezogen.

Das Aufschieben und exakte Positionieren derartiger Sleeve erfolgt mit Hilfe eines Luftkissens, das durch die Zuführung von Druckluft über kleine Bohrungen auf der Oberfläche des Dorns erzeugt wird. Vor dem Auflagendruck wird dieses Luftkissen ausgeschaltet und der Sleeve fixiert sich durch Zusammenziehen auf dem Zylinderdorn. Nach dem Druck wird das Luftkissen wieder aktiviert und der Sleeve vom Zylinderdorn abgezogen. Die Sleeve-Technologie kommt sowohl im Flexodruck wie auch im Tiefdruck zur Anwendung.

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