Drucken mit festem Farbset

Mit zentralisiertem Farbmanagement bereit für den digitalen Verpackungsdruck

Links: Offsetdruck (4C); Mitte: Digitaldruck (4C); Rechts: Digitaldruck (erweiterter Farbraum) (Quelle: GMG)

Der Digitaldruck erobert den Bereich der Verpackungen: Kürzere Produktlebenszyklen, immer bessere Drucktechnik und kleinere Auflagen treiben diese Entwicklung voran. Erwartungen an Lieferzeit und Flexibilität seitens der Kunden steigen, doch gleichzeitig bleibt der hohe Anspruch an Qualität und Farbverbindlichkeit.

Die immer wiederkehrende Herausforderung für jeden Drucker bleibt aber nach wie vor die Abstimmung von Markenfarben, die gerade im Digitaldruck noch komplexer ist. Farbmanagement und eine korrekte Datenvorbereitung bekommen dadurch eine enorme Bedeutung, denn anstatt mit extra angemischten Sonderfarben auf der Druckmaschine zu arbeiten, wird im Digitaldruck meist ein festes Farbset eingesetzt. Durch den richtigen Einsatz von Farbmanagement und der dadurch gegebenen Möglichkeit mit einem fixen Farbset im erweiterten Farbraum zu drucken, egal ob digital oder konventionell, können Druckereien dem steigenden Effizienz- und Kostendruck gerecht werden.

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Die Vorteile einer zentralen Farbmanagement-Lösung

Anders als bei konventionellen Druckverfahren verfügt jede Digitaldruckmaschine über ein eingebautes Farbmanagementsystem, welches auf dieses einzige Gerät ausgerichtet ist. Üblicherweise ist dieses an das RIP gebunden. Verfügt eine Druckerei über verschiedene Druckmaschinen und Verfahren, führt der Einsatz von integrierten Farbmanagementlösungen in der Regel zu einer großen Anzahl an verschiedenen Farbmanagementsystemen und einer Duplizierung von Farbbibliotheken, Profilen und Kalibrierungen, die jede einzelne Druckmaschine ansteuern.

Je weniger Standardisierung zwischen verschiedenen Druckgeräten besteht, desto wahrscheinlicher ist es also, dass etwas schief gehen kann, was auch oft der Fall ist. In einem zentralisierten und unabhängigen System hingegen steuert die Farbmanagementsoftware die Farbe für jedes Drucksystem und jeden Druckauftrag. Eine Druckerei kann für alle Druckmaschinen, ob digital oder konventionell, die gleiche Farbabstimmung erzielen und ihre Maschinen flexibel belegen.

Ein zentralisiertes Farbmanagement-System, welches die Druckdaten exakt für die verschiedenen Drucksysteme vorbereitet, ist die Lösung für diese Herausforderung. Durch die Verwendung derselben Farbmanagement-Lösung für alle Verfahren wird sichergestellt, dass jeder Auftrag unabhängig von der verwendeten Drucktechnologie vereinheitlicht wird und die visuelle Übereinstimmung zwischen allen Druckmaschinen gewährleistet ist. Es liefert eine konsistente, farbverbindliche Datei für jeden Anwendungsfall.

Immer häufiger wechseln Druckereien zum Multicolordruck mit einem fixem Farbset und erweiterten Farbraum. Und das nicht nur auf digitalen Druckmaschinen, sondern auch auf konventionellen
(Quelle: GMG)

Sonderfarben mit fixem Farbset reproduzieren

Die wohl schwierigste Disziplin beim Druck von Verpackungen ist der Einsatz von Sonderfarben. Besonders wenn diese in der Separation von Bildelementen genutzt werden und nicht nur vollflächig als Schmuckfarben in einem Verpackungslayout vorkommen. Während bei konventionellen Druckverfahren bislang Sonderfarben physisch angemischt und verdruckt werden, sieht das im Digitaldruck anders aus. Hier wird die gewünschte Sonderfarbe mit dem vorhandenen fixen Farbset der Maschine reproduziert.

Immer häufiger wechseln Druckereien zum Multicolordruck mit einem fixem Farbset und erweiterten Farbraum. Und das nicht nur auf digitalen Druckmaschinen, sondern auch auf konventionellen. Der Vorteil liegt vor allem in der Zeitersparnis beim Rüsten der Maschine zwischen zwei Aufträgen. Die Farben müssen nicht mühsam getauscht und Farbwerke ausgewaschen werden. Die Druckproduktion kann so wesentlich effizienter und flexibler gestaltet werden. Der zunehmende Anteil an Digitaldruck treibt diese Entwicklung generell im Bereich der Verpackungen voran.

Doch nicht immer müssen es mehr als CMYK sein. Oftmals reichen für einen guten Match mit der Referenz auch vier oder weniger Farben aus. Ohne smarte Farbmanagement-Tools werden von den eingebauten Farbmanagement-Modulen oft zu viele Kanäle verwendet. Durch eine Reduzierung dieser können bedeutende Kosteneinsparungen und Produktivitätsgewinne erzielt werden. Entscheidungen über die Reproduktion der Druckdaten für das Digitaldrucksystem sollten dabei in der Druckvorstufe und nicht erst an der Digitaldruckmaschine getroffen werden.

Wird in die Prozesse zentralisiertes Farbmanagement-System, je nach Bedarf mit der Möglichkeit zum erweitertem Farbraum Druck implementiert, erhält man mehr Farbkontrolle – egal, ob digital oder konventionell gedruckt wird. Alle Parameter der verschiedenen Druckbedingungen sind an einem Ort gesammelt und können für die Druckdatenaufbereitung flexibel verwendet werden. Die farbverbindliche Simulation einer jeden Sonderfarbe kann damit mühelos erreicht werden. In Kombination mit einer leistungsstarken Proofing-Lösung kann jeder Auftrag zuvor präzise vorhergesagt und Toleranzen mit dem Kunden vorab kommuniziert werden. Eine automatisierte Konvertierung erleichtert die Arbeit in der Druckvorstufe wesentlich und schafft so mehr Produktivität und Effizienz.

 

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Auf der Themenseite “Digital Printing today”  von Flexo+Tief-Druck finden Sie noch mehr Infos rund um den digitalen Verpackungsdruck. Klicken Sie hier!

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