Lösemittel-Recycling

Vor dem Recyclingprozess in der Destillieranlage wird aus einem Behälter das verschmutzte Lösemittel in einem unter Vakuum stehenden Destillierkessel gesaugt. Infolge des Vakuums ist die Siedetemperatur des Lösemittels im Kessel reduziert. Hat der Behälter einen bestimmten Füllstand erreicht, setzt der völlig autark ablaufende Destillierprozess ein, indem das verschmutzte Lösemittel im zylindrischen Kessel (bestehend aus einem isolierten Dom und ausgeflanschten Heizboden) aufgeheizt wird, so dass es zu sieden und zu verdampfen beginnt.

Die Lösemitteldämpfe kondensieren in einem wassergekühlten Kondensator bzw. Wärmetauscher und fließen von dort als sauberes Lösemittel in einem zweiten Behälter zurück, wo es dem Druckprozess (Waschraum, Farbküche, Druckmaschine) oder dem Auswaschprozess in der Flexodruckplatten-Herstellung wieder zugeführt wird.

Ein Rührwerk mit Abstreifern (Rotor) verhindert Anpackungen and Heizflächen des Kessels und gewährleiste einen guten Wärmeübertrag sowie eine hohe Destillierleistung. Darüber hinaus durchmischt es das Lösemittel und hält den Absatzstutzen frei. Nach dem Ende der Destillation fördert er Rotor den zähflüssigen bis pastösen Rückstand durch den geöffneten Ablassschieber in den Entsorgungsbehälter. Ein zusätzliche manuelle Reinigung des Destillierkessels ist nicht erforderlich.

Beim Verdampfen von Lösemittelgemischen, die aus mehreren Komponenten mit unterschiedlichen Siedepunkten bestehen, kann sich allerdings die Zusammensetzung des Destillats verschieben. Dadurch können sich die Eigenschaften des recycelten Lösemittels verändern. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, muss das gereinigte Destillat mit frischem Lösemittel „nachgeschärft“ werden.


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