W&H bringt zwei neue CI-Flexodruckmaschinen auf den Markt

Die neue Novoflex II von W&H (Quelle: W&H)

Mit einer Open-House-Veranstaltung im neuen Technologiezentrum am Hauptsitz in Lengerich stellte Windmöller & Hölscher gleich zwei neue CI-Flexodruckmaschinen vor. Novoflex II und Miraflex II sind beide Weiterent­wicklungen der jeweiligen bewährten Modelle Novoflex und Miraflex. Ein gemeinsames Kennzeichen dieser Zentralzylinder-Flexodruckmaschinen sind die vielen Neuerungen im Detail, mit denen das Unternehmen Lösungen für die aktuellen technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen im Druck flexibler Verpackungen zur Verfügung stellt.

 

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Novoflex II

Die Novoflex II bietet nach Einschätzung von W&H maximale Produktivität durch hohe Laufleis­tung und schnelle Jobwechsel. Damit ließen sich sehr schwierige Mo­tive bei Geschwindigkeiten bis zu 800 m/min drucken. Die schnellen Jobwechsel und minimierte Wartungs- und Reinigungszeiten sollen die Effizienz der Anlage steigern. „Selbst kritische, schwingungsan­regende Motive, wie nicht versetzt angeordnete Druckplatten mit starken Anlaufkanten, druckt die Novoflex II mit hoher Produktionsge­schwindigkeit. Hierzu bedarf es keiner Erhöhung der Beistellung oder spezieller Klebebänder,“ erläutert Markus Bauschulte, Technical Sales Director Business Unit Printing and Finishing bei W&H. Während der Veranstaltung liefen auf der Novoflex II zwei Motive mit hoher Rasterauflösung und besonders ausgeprägten Klischeeanlaufkanten bei 600 m/min. Die Einhaltung der Druckqualität unter diesen schwierigen Bedingungen und ein minimiertes Bouncing erreicht W&H durch ein besonders steif ausgelegtes Druckwerk. Großzügig dimensionierte Lagerungen der Rasterwalzen und Formatzylinder sowie ein geringer Achsabstand helfen gegen die Durchbiegungs- und Schwingungseinflüsse.

Effizienz auch bei kurzen Aufträgen

Die Novoflex II ist für kurze Jobwechselstops und damit für den Druck kleinerer Aufträge ausgelegt. Alle Druckwerkskomponenten sind für den Sleevewechsel gut erreichbar und automatische Lager sowie Sleeve-Ausschiebesysteme sorgen für ergonomische und sichere Sleevewechsel. Per Knopfdruck fahren die Lager automatisch in die Wechselposition. Die Sleeves oder Adapter werden ausgeschoben für die einfache Entnahme durch den Bediener. „Insbesondere beim Wechseln kompletter Aufträge führt dies zu spürbaren Zeiteinsparungen, da sich dieser Vorgang nun doppelt so schnell durchführen lässt, wie beim manuellen Wechsel.

Automatische Lager und Sleeve-Ausschiebesysteme sorgen bei der Novoflex II für ergonomische, schnelle und sichere Sleevewechsel
(Quelle: W&H)

Zur Gewährleitung eines sicheren Drucks von Folgeaufträgen schließen und verriegeln sich die Lager danach wieder automatisch. Entsprechend den Kundenanforderungen kann die Novoflex II mit verschiedenen Auto­mations- und Assistenzsystemen ausgestattet werden. So ist nach An­gaben von W&H mit Hilfe der Easy-Module ein Andruck in 90 Sekunden möglich. Mit Vision, dem von W&H selbst entwickelten und in der Ma­schine integrierten Qualitätssicherungssystem, kontrolliert der Bediener den gesamten Druckprozess permanent von einem zentralen Bedienpult aus.

Neues Design der Rakelkammer

Um die Maschinenlaufzeit zu erhö­hen, wurde die Rakelkammer der Novoflex II neu gestaltet. Sie beinhaltet nun das neue Dichtungssystem Turboseal, das die Wechselintervalle der seitlichen Dichtungen deutlich verlängern soll.

Auch bei abrasiven Farben und hohen Druckgeschwindigkeiten bie­tet Turboseal lange Standzeiten sowie einen Zuwachs an Produktions­sicherheit. „Die Lebenszeit der Dichtung ist bis zu 10 Mal länger“, sagt Bauschulte. „Beim Austausch der gesamten Rakelkammer, unterstüt­zen automatische Klemm- und Führungssysteme den schnellen und sicheren Wechsel. Die Novoflex II erfüllt damit die hohen Anforderungen des modernen Verpackungsdrucks.“

Miraflex II

Kleiner, kompakter und schnell: Die Miraflex II Single-Port ergänzt die Miraflex II-Produktfamilie
(Quelle: W&H)

Die neue CI-Flexodruckmaschine Miraflex II Single-Port passt mit ih­rem kompakten Design auch in eher beengte Produktionsumgebungen. Mit der Face-to-Face Wicklerkonfiguration gibt es an der Flexodruck­maschine nur noch einen zentralen Be- und Entladebereich für die Wickler. Die dadurch entstandenen kürzeren Bediener- und Bahnwege sollen für schnellere Auftragswech­sel und weniger Ausschuss sorgen.

Kleiner und kompakter

Mit ihren knapp 14 Metern Länge ist die Miraflex II Single-Port über sechs Meter kürzer als ihre große Schwester, die Dual-Port. Beson­ders die Neukonfiguration der Wickler Face-to-Face wirkte sich auf die Länge aus: „Im Gegensatz zur Dual-Port haben wir jetzt einen zentralen Be- und Entladebereich der Auf- und Abwickler in der Ma­schine, was die gesamte Rollenbe­arbeitungszeit deutlich reduziert. Dadurch sparen unsere Kunden Zeit, weil ein Operator nun beide Wickler zeitgleich bedienen kann“, so Markus Bauschulte. Neben den Bedienerwegen verkürzt sich auch der Bahnweg der Maschine. Das Ergebnis sind schnellere Jobwechsel und weniger Ausschuss.

Die Miraflex II bietet zudem die Möglichkeit, der nachträglichen In­tegration von Inline-Flexo- oder Tiefdruck-Anwendung in das Ma­schinendesign. „Alles in allem ist diese Flexodruckmaschine ideal geeignet für kurze Auftragslängen, sie passt mit ihrem Design in nahezu jede Produktionsumgebung und lässt sich um extra Druckmodule erweitern. Die Miraflex ist mit über 600 verkauften Maschinen der Top-Seller im Markt der flexiblen Verpackungen“, so Bauschulte.

Mit Vision, dem von W&H selbst entwickelten und in die Maschine integrierten Qualitätssicherungssystem, hat der Bediener das Druckergebnis während des gesamten Prozesses zentral am Bedienpult unter Kontrolle
(Quelle: W&H)

„Mit der Ergänzung um eine Single-Port-Kompaktversion profitiert der Kunde von unserer bewährten Technologie, kann nun aber zwischen Single- oder Dual-Port wählen und die Miraflex II so optimal an seine Unternehmensverhältnisse anpassen“, fasst Bauschulte zusammen. [8457]

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