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Neuer Lack als Wasserbarriere

Der neue Barrierelack sorgt nach Angaben der hubergroup für eine stark wasserabweisende Verpackungsoberfläche (Quelle: hubergroup)

Unter dem Produktnamen Hydro-X GA hat die hubergroup Print Solutions einen neuen Barrierelack in den Markt eingeführt, der wasser- und feuchtigkeitsabweisend sein soll. Laut hubergroup eignet er sich besonders für den Flächendruck von Verpackungssubstraten, sowohl im Food- als auch im Non-Food-Bereich. Die überarbeitete Bindemittel-Formulierung des wasserbasierten Drucklacks soll den Verzicht einer kaschierten PE-Folie als Wasserbarriere ermöglichen. Papierverpackungen mit dieser Barrierebeschichtung können ohne weiteres dem etablierten Recyclingsystem zugeführt und wiederverwertet werden.

Der Einsatz des Barrierelacks ermöglicht es, Verbundstrukturen aus unterschiedlichen Materialien durch das Monomaterial Papier zu ersetzen. Für den Lackauftrag wird nur ein zusätzliches, verfügbares Druckwerk benötigt. Insgesamt sollen unter anderem sich daraus folgende Vorteile ergeben:

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– Deutlich verbesserte Recyclingmöglichkeiten, da ein etabliertes Recyclingsystem für reine Papierverpackungen bereits existiert.

– Das Anwendungsspektrum für reine Papierverpackungen wird auf Bereiche erweitert, die bisher nur den PE-/Papierverpackungen vorbehalten waren.

– Geringere Materialkosten durch Einsparung von Kunststofffolien, da sie nun durch eine Lackschicht ersetzt werden kann.

– Reduzierte Produktionszeiten, indem die Kaschierung von Polyethylen (PE)-Folie oder Extrusionsbeschichtung entfällt und somit ein Prozessschritt eingespart wird.

– Bei einer Vollkostenbetrachtung ergeben sich für das Fertigprodukt mit einer ausreichenden technischen Barrierewirkung geringere Kosten.

Die Lack-Schutzschicht sorgt nach Angaben der hubergroup für eine stark wasserabweisende Verpackungsoberfläche. Sie erhöht die Haltbarkeit von Lebensmitteln und schützt sie vor schnellem Verderb. Die Barrierebeschichtung eignet besonders für Verpackungen, die trockene Lebensmitteln, wie z.B. Zucker, Mehl oder Reis, vor Feuchtigkeit schützen müssen. Der Barrierelack ist auch für Anwendungen im Non-Food-Bereich einsetzbar, wie z.B. für Zementverpackungen oder Umverpackungen für Kopierpapier. Hydro-X GA ist sowohl für gestrichene als auch für ungestrichene Papiere geeignet.

Nach erfolgreichen Laborversuchen begann die hubergroup im Frühjahr 2020 gemeinsam mit einem Kunden, den Barrierelack auf seine Praxistauglichkeit hin zu prüfen. Dabei wurden Tests auf verschiedenen Maschinen durchgeführt. Dazu Dr. Schirrmacher, Global Project Manager Water Based Inks bei hubergroup Print Solutions: “Die Ergebnisse waren so beeindruckend, dass wir von unserem Kunden nach Beendigung der Testreihe sofort einen Auftrag über die Lieferung des Lacks erhielten. Besonders beeindruckt waren sie, dass ein Arbeitsschritte im Produktionsprozess eingespart werden konnte.”

Mit der Einführung des Hydro-X GA Water Barrier Coating erweitert die hubergroup sein Portfolio an wasserbasierten Farben und Lacken. Dr. Lutz Frischmann, Global Product Director Flexible Packaging, ist der Meinung, dass die Verpackungsindustrie sich zurzeit in einem starken Wandel befindet. Er sieht einen klaren Trend hin zu Monomaterialien und damit zu Barrierebeschichtungen: “Wir arbeiten derzeit intensiv an der Entwicklung weiterer Schutzlacke mit spezifischen Barriere-Eigenschaften, wie z. B. Lackschichten, die gegen Sauerstoff eine Barriere bilden. Weitere Produkte in dieser Hinsicht sollen im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen.“

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