Lösemittel-Recycling 4.0 – Prozessintegriert und vernetzt

Lösemittel-Recyclinganlagen von Ofru können nun in moderne Scada-Prozessleitsysteme integriert werden. Die „Thin-Client“-Steuerung und weltweite Fernwartung von Maschinen über Smartphone oder Tablet wird dadurch möglich.

Das Unternehmen stattet seine Recyclinganlagen bereits mit Prozessoren von Siemens aus. Nun kann der Operator seine Anlagen und das ganze Werk mittels eines „Thin-Clients“ von mobilen Endgeräten aus steuern. Nach Angaben von Ofru sind dazu keine weiteren Anpassungen der Anlage nötig. Lediglich die einmalige Installation auf den mobilen Endgeräten sowie die Lizenzierung des verbundenen Touch-Screenpanels von Siemens sind durchzuführen. Das Panel mit Prozessvisualisierung der Lösemittelaufbereitung befindet sich im Schaltschrank, das auch als Ex-geschützte Version erhältlich ist.

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Durch das Vernetzen der Anlagen mit der weltweiten Kundschaft und Zulieferindustrie können unterschiedliche Produktionsstandards flexibel umgesetzt werden. So kann ein Kunde sein Produkt (Druckfarbe, Lack, Beschichtungssubstanz) direkt auf dem Internetportal des Farbenherstellers konfigurieren, bestellen und bezahlen. Die in der Konfiguration enthaltene Rezeptur wird an alle beteiligten Produktionsanlagen des Farbherstellers gesendet– z.B. auch an die Ofru-Recyclinganlage ASC-1500 für Lösemittel. Während des Formulierungsprozesses stehen alle Produktionsmaschinen miteinander in Verbindung. Dabei reagiert die Lösemittel-Recyclinganlage auf Anfragen der anderen Verbindungsteilnehmer, indem z.B. während der Destillation die Temperatur des Ethylacetats oder Ethanols hoch- oder runterregelt wird. Das alles geschieht vollautomatisiert, ohne Eingreifen des Operators. Über das Scada-Prozessleitsystem, an dem auch die Lösemittel-Recyclinganlage angeschlossen ist, wird der gesamte Fertigungsprozess überwacht. .

Supportmitarbeiter in der Ofru-Zentrale können sich über ein VPN-Modem in die Lösemittel-Recyclinganlage einwählen, um Anpassungen an die Software oder der Rezeptur vorzunehmen. Auch stehen die erfassten Daten den Servicemitarbeitern zur Analyse zur Verfügung. Das ermöglicht permanente Anpassungen an die vom Kunden geforderte Destillationsleistung.

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