K 2019 (16.- 23. September in Düsseldorf)

Windmöller & Hölscher zeigt Beispielprodukte zu nachhaltigen Verpackungen

Die tägliche Maschinenshow der Varex II in Düsseldorf zeigt live das neue Assistenzsystem Turbostart, mit dem bis zu 50% Zeitersparnis bei Anhalten und Anfahren ermöglicht werden soll. (Quelle: W&H)

Windmöller & Hölscher (W&H) zeigt während der K 2019 ein ganzes Spektrum an Beispielprodukten, die entweder voll recyclingfähig sind oder anteilig recyceltes Material enthalten. Die sechs Beispielprodukte sind zwei Monomaterial-Laminate, drei Folien mit Rezyklatanteilen und eine Hochbarrierefolie, die durch wasserlösliche Zwischenlagen eine Trennung von unverträglichen Materialien ermöglichen soll.

„Für die Entwicklung der Lösungen haben wir mit über 20 Partnern aus der gesamten Wertschöpfungskette zusammengearbeitet“, erklärt Dr. Lennart Ederleh, Leiter Kundenberatung Blasfolienanlagen bei W&H.

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Monomaterial-Laminate

Für die Trendverpackung Standbodenbeutel zeigt W&H gleich zwei recyclingfähige Varianten aus Mono-Material: Aus PE und PP. Mit der VAREX II Blasfolienanlage lassen sich dank Machine-Direction-Orientation (MDO) Standbodenbeutel aus 100% PE-Material herstellen, die die gleichen Funktionalitäten bieten wie herkömmliche Folien basierend auf einem Materialmix aus PET-PE. Sowohl die MDO-PE Folie mit 25 μm als auch die PE-Siegelfolie mit 110 μm lassen sich auf der gleichen Anlage produzieren. Der Randbeschnitt der MDO-PE-Folie wird regranuliert und in den Produktionsprozess der Siegelfolie integriert.

Ein Standbodenbeutel aus reinem PP demonstriert W&H an der FILMEX II Gießfolienanlage. Der Laminataufbau besteht aus 20 μm BO-PP Folie und einer 60 μm Cast-PP Folie mit einer integrierten dünnen, recyclingfähigen Barrierebeschichtung.

Recyclebare Hochbarrierefolie

Durch den Einsatz dünner Schichten eines wasserlöslichen Barrierepolymers wird die Recyclingfähigkeit von Hochbarrierefolien gezeigt. Die Varex II Blasfolienanlage bietet die benötigte Schmelzeverteilung für diese Verpackungslösung, bei der das für die Sauerstoffbarriere übliche EVOH durch BVOH G-Polymer ersetzt wird. Nach Angaben von W&H können nur mit der 11-Schicht-Technologie der VAREX II die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Rohstoffklassen optimal bedient werden. Für den Recyclingprozess wird die Folie zerkleinert und in Wasser gewaschen. Dabei lösen sich die BVOH-Schichten und das reine PA sinkt an den Boden, während die PE-Flakes oben schwimmen. Durch diese Trennung wird ein Recycling der sortenreinen Polymere ermöglicht.

Einsatz von Rezyklaten

W&H zeigt auch Verpackungslösungen, in denen Recyclingmaterialien eingesetzt werden. Auf der Optimex II werden Getränkeschrumpffolien mit 20% Post-Consumer-Recyclingmaterial produziert und auf der Varex II werden Schrumpffolien mit 30 % Post-Industrial-Recyclingmaterial hergestellt. Die Folien bieten dabei die gleichen Schrumpfeigenschaften und mechanischen Eigenschaften wie herkömmliche Folie, die auf Neuware basiert. Ausgestellt werden bedruckte Six-Packs von 1,5-Literflaschen, die einen direkten Vergleich der Folienqualität ermöglichen.

 

Treffen Sie Windmöller & Hölscher auf der K 2019 in Düsseldorf: Hall 17, Stand A57

 

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