Sieben Herausforderungen an die Hersteller von Verpackungen

Wie Bobst die Zukunft des Verpackungsdrucks sieht

Die Digitalisierung schreitet auch in der Verpackungsdruckbranche unaufhaltam voran (Quelle: Bobst)

Die Druck- und Verarbeitungsbranche zur Herstellung von Verpackungen für  flexible Verpackungen, Faltschachteln und Wellpappe macht zurzeit eine gewaltige Veränderung durch. Dabei ist es entscheidend, dass alle Verarbeitungsunternehmen die wichtigsten bevorstehenden Herausforderungen kennen und auf sie vorbereitet sind. 

1. Die Rolle der Verpackung – Schutz, Lieferung, Attraktivität

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Die Rolle der Verpackung entwickelt sich im Laufe der Zeit weiter. Obwohl der Schutz der Waren immer noch oberste Priorität hat, muss die Verpackung auf nachhaltige Weise, d. h. häufig aus dünnerem Material und in einem anspruchsvolleren Design hergestellt werden. Die rasche Entwicklung neuer Einzelhandelsformate (insbesondere des Internet-Handels) führt zu komplexeren Lieferketten und damit zu neuen Anforderungen, die die Verpackung erfüllen muss. Außerdem müssen sie schneller und auf andere Weise hergestellt werden – mit höherer Produktivität und flexiblen Maschinenlösungen bei gleichzeitiger Beibehaltung der geforderten Qualität. Dieser aktuelle Trend verlangt nach kürzeren Produktionsdurchläufen, Wiederholungsaufträgen und Flexibilität. Dadurch wird der Druck auf die Verarbeitungsunternehmen erhöht, die Kapazitäten ihrer Verpackungsproduktionslinien entsprechend anzupassen.

Sieben Herausforderungen an die Verpackungsherstellung und ihre Konsequenzen für Druck- und Verarbeitungsunternehmen
(Quelle: Bobst)
(Bild: www.dpicard.ch)

2.Konventionelle und digitale Verfahren

Jahrzehntelang setzte die Druck- und Verarbeitungsindustrie im Verpackungsbereich konventionelle Verfahren ein.  Aber die neuen Digitallösungen ermöglichen heute entscheidende Fortschritte. Mit ihnen können Markeneninhaber und Verarbeitungsunternehmen jetzt Lösungen realisieren, die bisher nicht möglich waren.  Digitalverfahren werden die Analogverfahren nicht komplett ablösen, werden aber jene Flexibilität schaffen, die für kürzere Produktionsdurchläufe notwendig ist. Dabei werden sie durch solche neuen Trends, wie den Bedarf nach Individualisierung, höherer Sicherheit und Rückverfolgbarkeit gefördert. Nach eingenen Angbaben investiert Bobst stark in die Digitaldrucktechnologie für das Bedrucken von Verpackungen auf Basis einer breiten Vielfalt an Trägermaterialien.  Obwohl kein Zweifel daran besteht, dass die Digitaltechnik einen positiven Beitrag zur Verpackungsproduktion leisten wird, ist mehr als nur eine digitale Druckmaschine nötig, um letztendlich eine effektive Verpackungsproduktion zu erzielen.

3. Die Digitalisierung des Arbeitsablaufs

Eine der größten Herausforderungen besteht im Management der verschiedenen Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Anlagenteilen sowie zwischen dem Markeninhaber, der Agentur und den Druck- und Verarbeitungsunternehmen. Die Automatisierung wird zu einer vollständigen Optimierung der Maschinenbetriebszeiten beitragen und eine effektive Kommunikation zwischen dem Besteller und dem Hersteller der Kartons sowie allen anderen Prozessbeteiligten ermöglichen. Auch wenn Druck- und Verarbeitungsunternehmen sehr viel Energie in die Auswahl der produktivsten Maschinen stecken, unterschätzen sie mitunter die Komplexität des gesamten Arbeitsablaufs. An dieser Stelle ist die hohe Fachkompetenz von BOBST entscheidend. Wir wissen, dass die für eine Maschine angegebene maximale Druck- oder Verarbeitungsgeschwindigkeit solange nur eine theoretische Größe bleibt, bis sie zur Erzielung einer höchst effektiven Verpackungsproduktion zum angemessenen Preis in ein gut gesteuertes Gesamtverfahren integriert wird. Damit kommen wir zur nächsten Herausforderung.

4. Kostendruck

Wir leben heute in einer Welt, in der man für denselben Preis mehr bekommen möchten – oder sogar etwas Besseres für weniger Geld. Markeninhaber, die endgültigen Entscheidungsträger in puncto Verpackung, möchten bessere, schneller produzierte und stärker individualisierte Verpackungen mit höherer Sicherheit, wollen jedoch nicht mehr Geld dafür ausgeben.  Für die Verpackungsherstellung bestätigt sich der Fakt, dass die Kosten für Verpackungen künftig nicht höher liegen dürfen als heute. Die Gesamtkosten der Verpackungsherstellung werden durch drei Hauptelemente beeinflusst: Qualität, Produktivität und Kosten.  Diese drei Faktoren sind alle sehr wichtig und dürfen nicht isoliert voneinander betrachtet werden – sondern es muss die gesamte Wertschöpfungskette mit einbezogen werden -vom Design über den Druck bis hin zur Weiterverarbeitung. Uns allen ist das Prinzip vertraut, dass eine Kette genau so stark ist, wie ihr schwächstes Glied.  Dasselbe gilt auch für die Verpackungsfertigung, insbesondere in einem integrierten Arbeitsablauf.

5. Nachhaltigkeit

Dies ist ein Thema, das wir alle berücksichtigen müssen. Die Verpackungsherstellung wird künftig neue Trägermaterialien, dünnere Materialien und anspruchsvollere Designs verarbeiten müssen – und das alles mit hoher Produktivität, stärkerer Flexibilität und definitiv zu denselben Kosten. Ein ideales Abfallmanagement bedeutet Null-Fehler-Verpackung. Die Fähigkeit, Wiederholungsaufträge zu verwalten und auf Änderungen der gesetzlichen Bestimmungen zu reagieren, steht ebenfalls ganz oben auf der Forderungsliste. Außerdem muss sich das Thema Nachhaltigkeit auch immer an der Zukunft orientieren: wir müssen nicht nur den heutigen, sondern auch den künftigen Druckbedarf im Auge behalten.

6. Arbeitskräfteschulung und Personalbesetzung

Die Arbeitskräftesuche in dem Verpackungsdruck stellt eine sehr große Herausforderung dar – hochqualifzierte Fachkräfte, die den hohen Branchenanforderungen genügen, sind selten. Außerdem wird die Branche mitunter als weniger attraktiv im Vergleich zu anderen wahrgenommen. Die Tendenz des zunehmenden Einsatzes neuer Digitallösungen im Rahmen der gesamten Produktionskette wird die Attraktivität der Verpackungsherstellung steigern. Entsprechende Schulungen für das bestehende Personal müssen in die Arbeitskräfteplanung integriert werden. Auch in der Bobst Group steht diesen Herausforderungen gegenüber. Durch die enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Schulen sowie durch die Förderung der Berufsausbildung versucht Bobst diesen zukünftigen Herausforderungen erfolgriech zu begegnen.

7. Services

Hierbei geht es Bobst nicht so sehr um die Instandhaltung oder Reparatur vorhandener Maschinen, sondern um ein gutes Verhältnis im täglichen Umgang mit seinen Lieferanten. Mit dem Aufkommen des Internets der Dinge (IoT) werden immer mehr Anlagen direkt mit den Herstellern verbunden. Eine vorbeugende Wartung ist deshalb keine Zukunftsvision mehr. Innerhalb der Bobst Group wird ein umfangreiches Portfolio an Services angeboten, die den gesamten Druck- und Verarbeitungsprozess umfassen. [7729]

 

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