Die neue Ausgabe von Flexo+Tief-Druck ist da!

Editorial FTD 3-2019: Vereinfachen und eliminieren

Jetzt erschienen - die neue Flexo+Tief-Druck 3-2019

Betrachtet man nur die Kostenseite, „ist der Digitaldruck gegenüber dem Flexodruck derzeit noch viel zu teuer, um den Massenmarkt ‚Verpackung‘ wirtschaftlich zu bedienen“, so Friedrich von Rechteren, Global Commercial Vice President Flexographic der Flint Group, in einem Exklusivinterview mit Flexo+Tief-Druck (siehe S. 18 in dieser Ausgabe).„Um den Digitaldruck wirtschaftlich abzubilden, müsste er einen Mehrwert anbieten, um die höheren Preise für derartig hergestellte Verpackungen zu rechtfertigen. Dennoch ist er ein spürbar wachsender Nischenbereich zur Komplementierung der konventionellen Verfahren“.

Die Themen der neuen Flexo+Tief-Druck 3-2019

Diese Aussagen sind insofern interessant, da die Flint Group wohl das umfassendste Portfolio an Verbrauchsmaterialien und Zubehör für den Etiketten- und Verpackungsdruck anbietet. Dazu gehören auch die Xeikon-Digital­druckmaschinen, und noch in diesem Jahr soll die erste Anlage für den Wellpappendirektdruck verfügbar sein.

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Schwächen beseitigen

Doch was bedeutet der vielzitierte „Massenmarkt Verpackungen“ für den Produktionsalltag der Druckereibetriebe? Vielfach ist es dort mittlerweile Usus, große Aufträge in kleine Losgrößen zu stückeln. Doch um eine derartige Just-in-time-Produktion wirtschaftlich auszuführen, bedarf es entsprechender Lösungen durch die Zulieferindustrie. Dabei darf nicht nur allein das Streben nach Automatisierung und Standardisierung im Vordergrund stehen, sondern Prozesse sind derart zu vereinfachen, dass Verfahrensschritte eliminiert und technologi­sche Schwächen beseitigt werden.

Beispiel Formherstellung

In der vollautomatischen Tiefdruckformherstellung wurde beispielsweise im Rahmen des Standards HD Gravure die Randschärfe und Wiedergabe feinster Details durch die Kombination unterschiedlicher Technologien verbessert. Bislang war dies eine Schwächen des Tiefdrucks, die sich nur mit größtem Aufwand kompensieren ließ.

Im Bereich der Fertigung von Flexodruckplatten könnte der thermale Verarbeitungsprozess durchaus eine Renaissance erleben. Die Flint Group überarbeitete ihr bereits eingeführtes Thermalsystem durch die Verwendung einer speziellen Heiztechnologie im Prozessor. Nach Herstellerangaben ermöglicht die Kombination von Temperatur, Vlies und speziellen Plattenmaterialien ein vollständiges Entfernen des unbelichteten Polymers.

Bestätigen sich diese Verbesserungen in der Praxis, würde sich die Plattenher­stellung drastisch vereinfachen. Was im Offsetdruck schon lange gang und gäbe ist, könnte nun die thermale Technologie ermöglichen: Die Verlagerung der Plattenproduktion an die Flexodruckmaschine.

 

Viel Spaß beim Lesen!

Ihr

Ansgar Wessendorf
Redakteur

wessendorf@ebnermedia.de

Sie können die Flexo+Tief-Druck 3-2019 (Mai-Ausgabe) ab sofort im Shop in gedruckter und digitaler Form bestellen.

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