Humm Druckfarben

„Weiß ist überall drin“

Humm Druckfarben hat eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung, um schnell und fachkundig auf individuelle Kundenanforderungen einzugehen (Quelle: Humm Druckfarben)

Auch im Verpackungsdruck ist die Farbe Weiß sozusagen ein heimlicher Star! Denn Weiß in all seinen Erscheinungsformen ist unverzichtbar in der Packmittelproduktion mit den Verfahren Flexo- und Tiefdruck. Unabhängig davon, ob es sich um weiße Schrift oder einen weißen Hintergrund handelt. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn das Drucken von Weiß ist nicht frei von verfahrenstechnischen Tücken.

Um ein gutes Druckergebnis mit Weiß zu erhalten sind viele Einzelfaktoren von Bedeutung. Dazu gehört auch die Einstellung der richtigen Viskosität, die durchschnittlich bei 25 Sekunden (DIN 4 mm Becher) liegen sollte.

Anzeige

Viele Drucker stellen oftmals jedoch Viskositäten zwischen 16 und 18 Sekunden ein, was ohne weiteres mit einer guten Weißfarbe möglich ist. Allerdings wird in diesem Zusammenhang jedoch immer wieder der Fehler gemacht, entweder zu wenig oder zu viel Schnelltrockner in Form von Ethylacetat der Farbe hinzuzugegeben. Weitere wichtige Faktoren in diesem Zusammenhang sind die Trockenstrecke und die darin vorherrschende Temperatur.

Die Trocknung auf Foliensubstraten

Ethylacetat darf jedoch nicht bei Druckplatten zum Einsatz kommen, die auf Keton empfindlich reagieren. Dasselbe gilt auch für Polystyrolfolien, da Ethylacetat das Polystyrol anlöst und dadurch die Folie auf der Maschine reißen kann. Polystyrol hat eine Glastemperatur von 100°C. Dies bedeutet für die praktische Anwendung, dass die die Trocknungstemperatur nicht höher als 70 °C eingestellt werden darf, da bei etwa 80°C ein Erweichen des Polystyrols einsetzt, was wiederum zu einem Reißen der Folienbahn in der Maschine führen kann. In diesem Zusammenhang ist auch die Erweiterung der Trocknerstrecke und eine damit verbundene Absenkung der dort herrschenden Temperaturen keine praktikable Lösung, da dem allein aus Platzgründen zumeist enge Grenzen gezogen sind.

Bei Foliensubstraten aus PET oder PP zeigt sich jedoch ein anderes Bild, da sich diese nicht in Ethylacetat lösen. Dadurch lässt sich ein Schnelltrockner problemlos in fast allen Platzverhältnissen einsetzen. Die einzige Bedingung hierfür besteht darin, Trockenstrecke und Temperatur entsprechend auszulegen und darauf zu achten, dass keine anderen, in Ethylacetat löslichen Druckfarben im Verlauf der Produktion zum Einsatz kommen.

Humm Druckfarben verfügt über ein Weiß für schrumpffähige Sleeves aber auch für sterilisationsfähige, lebendmittelverträgliche oder auf Zwei-Komponenten von Ethanol basierende Produkte
Quelle: Humm Druckfarben

Trocknungsverzögerung

Zuweilen kann es auch nötig sein, die Trocknung zu verzögern. Hierfür sind für die Verfahren Flexo- und Tiefdruck die Substanzen Methoxypropanol oder Ethoxypropanol geeignet. Ein derartiges Vorgehen sollte jedoch mit dem jeweiligen Druckfarbenhersteller zuvor besprochen und im Labor gründlich getestet werden. Bei der Verwendung derartiger Verzögerer muss jedoch zuvor geprüft werden, ob es dadurch zu einer Wechselwirkung mit den einzelnen Komponenten aller eingesetzten Farben stattfindet.

Der Einsatz von Titandioxid

Auch die Auswahl des Weißpigments Titandioxid ist von entscheidender Wichtigkeit. Viele Weißfarben beinhalten dieses recht teure Pigment in minderer Qualität. So ein Vorgehen ist allerdings nicht zielführend, da ein zu hartes, schlechtes oder gar nicht gecoatetes Titandioxid mit großen Partikeln zu Abnutzungen und Verschleiß von Walzen, Rakelmessern und anderen Elementen der Druckmaschine bzw. des Farbwerks führen kann. Aus diesem Grund verwendet Humm Druckfarben ausschließlich das hochqualitative Titandioxid RDIS (Coating mit Aluminium), bei dem alle oben genannten Eigenschaften gegeben sind.

Der Einsatz von Titandioxid RDIS hat keine verändernden Auswirkungen auf Farbton, Opazität und Glanz, was ein wichtiges Qualitätsmerkmal darstellt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass damit je nach Anwendungsfall kundenspezifische Eigenschaften berücksichtigt werden können. Beispielsweise verfügt Humm Druckfarben über ein Weiß für schrumpffähige Sleeves aber auch für sterilisationsfähige, lebendmittelverträgliche oder auf Zwei-Komponenten von Ethanol basierende Produkte.

Maßgeschneiderte Farbsysteme für Flexo- und Tiefdruck

Die Humm Druckfarben GmbH mit Sitz in Mannheim wurde im Jahr 1934 gegründet. Das Unternehmen hat sich ein Renommee als Spezialist für Weiß, Verschnitte und Lacke erworben. Die Verfügung über eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung ist die Voraussetzung gegeben, schnell und fachkundig auf individuelle Kundenanforderungen einzugehen. [8906]

Das könnte Sie auch interessieren