Lösungen, die den CO2-Fußabdruck reduzieren

Mehr Nachhaltigkeit in der Herstellung von Flexodruckplatten

(Quelle: Asahi Photoproducts Europe)(Photo Credit: All rights reserved)

Was können Verpackungsdruckereien tun, um stärker im Einklang mit der Umwelt zu handeln? Nachhaltigere Lösungen, wie sie Asahi Photoproducts anbietet, geben den Weg vor, den Flexodruck noch sicherer und sauberer zu machen. Zur drupa 2020 wird der japanische Hersteller neue Verarbeitungstechnologien für seine wasserauswaschbaren Platten vorstellen.

„CleanPrint“ steht für sauberes und nachhaltiges Drucken. Mit dieser Lösung haben die Ingenieure von Asahi Flexodruckplatten geschaffen, die darauf ausgelegt sind, die gesamte verbleibende Druckfarbe auf den Bedruckstoff zu übertragen. Auf diese Weise sind kürzere Rüstzeiten und weniger reinigungsbedingte Stillstandzeiten möglich, ohne Kompromisse bei der hohen Druckqualität einzugehen. CleanPrint sind wasserauswaschbare Platten, die sowohl im UV-Flexodruck als auch im Verpackungsdruck mit Lösemittel- oder Wasserfarben eingesetzt werden können. Sie eignen sich für alle in dieser Branche eingesetzten Farbsysteme und liefern optimale Ergebnisse mit UV-, Wasser- und Lösemittelfarben.

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(Quelle: Asahi Photoproducts Europe)

Ein weiterer Vorteil der neuen Flexodruckplatten ist ihre sehr gute Eignung für das immer stärker nachgefragte Drucken mit fester Farbpalette. Durch den Wegfall der aufwändigen Bevorratung von teureren Sonderfarben erfreut sich dieses Verfahren steigender Beliebtheit, da sich auf diese Weise Zeit und Geld sparen lassen und es trotzdem die von den Markeninhabern erwartete Qualität liefert. Erreicht werden diese Leistungsmerkmale durch die hohe Registerhaltigkeit der AWP CleanPrint-Druckplatten, welche durch den Herstellungsprozess nicht verändert werden.

(Quelle: Asahi Photoproducts Europe)

Auswaschen ohne VOC-haltige Lösemittel

Im Auswaschprozess sind die AWP CleanPrint Druckplatten nicht auf VOC-haltige flüchtige organische Lösemittel angewiesen. Somit reduzieren sie nachhaltig die erlaubten Emissionsgrenzwerte nach TA Luft und TRGS 900. Untersuchungen haben laut Asahi Photoproducts außerdem ergeben, dass die wasserauswaschbaren Asahi-Druckplatten im Vergleich zu Platten, die mit Lösemittel oder thermisch hergestellt werden, die beste CO2-Bilanz („Cradle-to-Grave“) aufweisen. Des Weiteren macht ein reduzierter Ausschuss beim Einrichten der Druckmaschine und weniger Abfall durch reinigungsbedingte Stillstandzeiten der Druckmaschine diese Technologie noch ein Stück nachhaltiger. Hinzu kommt, dass durch den effizienteren Durchsatz und den Verzicht auf eine Plattentrocknung der Stromverbrauch sinkt. Zur drupa 2020 wird Asahi eine neue Technologie auf den Markt bringen, die den Schmutzwasserverbrauch bei der Herstellung von AWPDruckplatten um 80 % verringern soll.

Bessere Umweltbilanz im Flexodruck

Die wasserauswaschbaren Platten helfen den Flexodruckereien dabei, die Vorschriften der Behörden zu unterbieten und für die Mitarbeiter ein verbessertes Arbeitsumfeld zu schaffen. Diese neue Technologie verbessert nicht nur die CO2-Bilanz des Flexodrucks, sondern senkt auch die Betriebskosten insgesamt.

Obwohl die ISO unter der Bezeichnung PAS 2050:2008 „Specification for the Assessment of the Life Cycle Greenhouse Gas Emissions of Goods and Services“ bereits an einer neuen Spezifikation arbeitet, stand noch keine Standardmethode zum Zeitpunkt der Berechnung der CO2-Bilanz zur Verfügung. Das Ziel der PAS 2050 ist es, auf wissenschaftlicher Grundlage einen transparenten und international koordinierten Bewertungsrahmen für Unternehmen und deren Produkte zu schaffen, der von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung reicht.

Da eine griffige internationale Norm bislang nicht zur Verfügung stand, hat sich Asahi Photoproducts für eine der verfügbaren Software-Berechnungsprogramme, nämlich für die Methode des japanischen Umweltverbandes für die Industrie (Japan Environmental Management Association for Industry, JEMAI) entschieden. Das Programm „Carbon Footprint of Products“ (CFP) wurde ursprünglich im Rahmen eines im März 2012 beendeten Pilotprojekts der japanischen Regierung entwickelt und im April des gleichen Jahres vom JEMAI übernommen. Es wird in Übereinstimmung mit den Normen ISO 140XX und ohne Regierungsbeteiligung weiterentwickelt. Das CFP ermöglicht es Unternehmen, die CO2-Schwerpunkte im Produktlebenszyklus darzustellen. Es fördert außerdem die Kommunikation zwischen Unternehmen und Verbrauchern, um den Weg zu einer CO2-armen Gesellschaft zu beschleunigen. Im Jahr 2017 wurde das Programm in EcoLeaf integriert.

Auf der Grundlage dieser ersten Berechnungen hat Asahi Photoproducts den Lebenszyklus seiner auf dem Markt angebotenen, wasserauswaschbaren Druckplatten AWP verglichen mit denen einer lösemittelhaltigen und thermischen Plattenherstellung. Aus der untenstehenden Abbildung geht hervor, dass die AWP Druckplatten unter den drei Lösungen die beste CO2-Bilanz aufweisen.

(Quelle: Asahi Photoproducts Europe)

Durchbruch beim Wasserverbrauch – neue Wasserrecyclin-Einheit

Asahi Photoproducts wird in Kürze eine neue Wasserrecycling-Einheit vorstellen, die beim Auswaschprozess das Wasseraufkommen senkt. Diese neue Technologie ist in der vorhergehenden CO2– Bilanzanalyse nicht mal berücksichtigt. Sie wird bei zukünftigen Plattenherstellungssystemen, zum Standardlieferumfang gehören. In dieser Konfiguration fällt der Vergleich noch stärker zu Gunsten von Asahi aus, da der Wasserverbrauch von 10 Liter auf 2 Liter pro Quadratmeter sinken wird, also 80 % Wasser eingespart werden können. Übrig bleibt ein hochkonzentriertes Extrakt, welches dann im Anschluss der Müllverbrennungsanlage zugeführt wird. Diese Technik erlaubt es, das Waschwasser möglichst lange in einem „fast Closed-Loop“ Kreislauf zu verwenden. Als finales Ziel steht bei Asahi jedoch ein kompletter „Closed-Loop“-Prozess im Fokus.

Die flüssigen Bestandteile des Extraktes leisten zudem einen positiven Beitrag zur erforderlichen Kühlung der Verbrennungsanlage. Dies ist ein weiterer Faktor, der die CO2-Bilanz des Lebenszyklus verbessert und die Umweltverträglichkeit der Plattenherstellung insgesamt verbessert. Nicht nur Käufer eines neuen Systems kommen in den Genuss dieser Vorteile, auch ältere Plattenherstellungslösungen von Asahi Photoproducts können mit der neuen Recycling-Einheit nachgerüstet werden. Mit dieser Neuentwicklung rückt Asahi Photoproducts den Flexodruck einen Schritt weiter in Richtung ökologischer Ausgleich und Schonung der verfügbaren Wasserressourcen. Gleichzeitig garantiert Asahi Photoproducts die von den Druckereikunden gewohnte Qualität und Effizienz seiner Lösungen.

Schon heute bieten die CleanPrint Druckplatten den Flexodruckereien eine beträchtliche Win-win-Situation. Ihre Vorteile werden in Zukunft mit der neuen Recycling Einheit sogar noch stärker zum Tragen kommen. Für die Flexodruckereien steht auf der Plusseite, dass sie ihre Kapazitäten ausbauen und gleichzeitig die Kosten senken können. Die Markeninhaber profitieren durch qualitativ hochwertige Etiketten und Verpackungen, mit denen sie sich ohne übermäßige Zusatzkosten von den Produkten der Mitbewerber im Regal abheben können.

Die Zukunft geht uns alle an

Die aktuellen öffentlichen Diskussionen reißen nicht ab, durch welche Maßnahmen sich die Klimaschutzziele am besten realisieren lassen. Weltweit arbeiten Privatpersonen, Unternehmen, Regierungen und Verbände daran, einen Ausgleich für die Folgen des Klimawandels zu finden. Der Hersteller Asahi Photoproducts nimmt sich da nicht aus. Er ist seit nahezu einem halben Jahrhundert dabei, Lösungen zu entwickeln, die den Flexodruck noch sicherer und nachhaltiger machen. Einen sehr vielversprechenden Ansatz bildet das CleanPrint-Konzept. Einen Schritt weiter wird der Hersteller mit seiner geplanten Recycling-Einheit gehen, die erstmals aus der drupa 2020 gezeigt werden wird. [12014]

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