Die neue Ausgabe von Flexo+Tief-Druck ist da!

Editorial 5-2019: Mitten im Veränderungsprozess

Jetzt erschienen - die neue Flexo+Tief-Druck 5-2019

Nichts ist beständiger als der Wandel. Mehr denn je trifft die­se alte Weisheit des altgriechischen Philosophen Heraklit auf die aktu­elle Lage der Industrie der flexiblen Verpackung zu.

So ist beispielsweise bei Bobst Bielefeld derzeit einiges in Bewegung, nachdem das Unternehmen eine schwierige Phase durch einen gravierenden Veränderungsprozess überwinden konnte. Praktischer Ausdruck dieser Rückkehr zum früheren hohen Niveau hinsichtlich Produktqualität und Qualifikation des Personals ist die Erweiterung des Competence Center sowie die mittlerweile abgeschlossene Einrichtung einer Flexo-Ausbildungsakademie.

Anzeige

Ein weiterer Ausdruck dieses Wandels ist die Ankündigung der Markteinführung von zwei neuen CI-Flexodruckmaschinen. Auch Koenig & Bauer hat eine neue, sehr kompakte CI-Flexodruckmaschine als Erweiterung seines Maschinenportfolios der Evo-Baureihe angekündigt. Die neue Evo XC soll in zwei verschiedenen Basisversionen verfügbar sein. Doch welche flexiblen Verpackungssubstrate werden auf Flexodruckmaschinen zukünftig überhaupt bedruckt und veredelt?

Themen und Inhalte der Flexo+Tief-Druck 5-2019

Nicht recycelfähig

Fakt ist, dass die Industrie der flexi­blen Verpackung aufgrund des öf­fentlichen Drucks nach Wegen zur Entwicklung von Monomaterial­strukturen zur Erleichterung der Recyclingprozesse suchen muss. Das Hauptproblem der flexiblen Barriere-Verpackungen besteht da­rin, dass sie überwiegend aus ge­mischten Polymeren bestehen, die nicht recycelbar sind und damit dem Wertstoffkreislauf nicht wieder zugeführt werden können. Die ein­zige bislang praktizierte Verwer­tungsmöglichkeit ist ihre thermi­sche Verwertung.

 Es gibt noch viel zu tun

Ein vielversprechender Ansatz zur Herstellung recycelbarer flexibler Verpackungen mit Barriereeigenschaften besteht darin, beispielsweise MDO-PE/PP-Folien zunächst auf einer Vakuum-Metallisierungsanlage mit AlOx zu beschichten, anschließend einen Barriere-Decklack aufzutragen und sie dann zu bedrucken. Allerdings steht die flexible Verpackung erst am Beginn eines tiefgreifenden Wandels. Nahezu wöchentlich kommen neue oder modifizierte Substrate und Werkstoffe für die Herstellung recycelbarer flexibler Verpackungen auf den Markt.

Die dafür in Frage kommenden Fertigungsverfahren wie Extrusion, Beschichtung, Bedruckung und Kaschierung müssen entsprechend darauf angepasst und abgestimmt werden. Darüber hinaus dürfen solche Verpackungen im Vergleich zu herkömmlichen Produkte dieser Art nicht spürbar höhere Kosten verursachen. Insgesamt eine große Herausforderung für die gesamte Industrie der flexiblen Verpackung, die sie angesichts ihrer bekannten Innovationsstärke erfolgreich bewältigen wird.

Ihr

Ansgar Wessendorf

Redakteur

wessendorf@ebnermedia.de

Sie können die Flexo+Tief-Druck 5-2019 (September-Ausgabe) ab sofort im Shop in gedruckter und digitaler Form bestellen.

Das könnte Sie auch interessieren