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Neue Anforderungen an die Verpackungen

Zum Abschluss seiner diesjährigen World-Tour lud Esko Unternehmen aus dem gesamten Supply Chain der Verpackungsherstellung in die Tschechische Hauptstadt nach Prag ein, um seine umfangreichen Softwarelösungen zu besprechen. Ziel war es auch, Feedback zum weiteren Entwicklungsprogramm zu sammeln.

Vorausgegangen waren Veranstaltungen in Scottsdale (USA), Istanbul (TR), Barcelona (ES) und Brüssel (BE). Die letzte Station wurde auch dafür genutzt, um das neue Management vorzustellen. Erfahren Sie mehr im eDossier “Neue Anforderungen an die Verpackungen.”

Udo Panenka, seit Januar dieses Jahres neuer CEO von Esko, beschrieb in seinem Einführungsvortrag zunächst die Herausforderungen für Markenartikler, Designer, Vorstufenunternehmen und Drucker, die der weltweite wirtschaftliche, gesellschaftliche und technische Wandel (Industrie 4.0) mit sich bringt. So hält unter anderem der Trend in den westlichen Industriestaaten hin zu mehr Singlehaushalten und höherem Qualitätsbewusstsein der Verbraucher nach wie vor an. Das alles wirkt sich natürlich auch auf die Gestaltung und die Produktionsweise von Verpackungen aus. Die global agierenden Markenartikler reagieren auf diese Entwicklungen, indem sie die Supply Chain durch kürzere Produkteinführungszeiten und die Internationalisierung des Artwork-Managements effizienter zu gestalten.

Die Beschaffungsseite (Markenartikler und Handelsunternehmen) passt sich dieser Entwicklung durch mehr Verpackungsvarianten und kleinere Verpackungsformate an, die Just-in-time und in kleineren Auflagen gedruckt werden. Zwar steigt dadurch die Anzahl der zu druckenden Aufträge, jedoch verkürzt sich auf den Druckmaschinen dadurch auch die Laufzeit pro Auftrag. Diese Trends führen zu einer notwendigen Prozess-Standardisierung und einem gemischten Workflow für digital und konventionell hergestellte Verpackungen.

Von der Technologieseite werden webbasierte und mobile Lösungen sowie der Digitaldruck für die kostengünstige Produktion kleiner Losgrößen angeboten. Zudem ermöglichen SaaS (Software als eine Dienstleistung) und PPU (Pay per Use – nur genutzte Leistung wird bezahlt) in Zukunft ganz neue Geschäftsmodelle.

Herausforderungen für die Druckvorstufe

Die zukünftige Relevanz der Druckvorstufe und ihr Erfolg werden zukünftig nicht mehr allein durch ihr Wissen über die Druckprozesse bestimmt, sondern durch die Fähigkeit, die Anforderungen des modernen Marketing-Mixes zu erfüllen. Laut Udo Panenka müssen PrePress-Dienstleister in Zukunft in der Lage sein, digitale Daten nicht nur für den Prozess der Verpackungsherstellung bereitzustellen, sondern auch für Marketingaktionen, sämtliche Medienkanäle und andere Zwecke. Verschaffen Sie sich einen tieferen Einblick, indem Sie das dreiseitige eDossier in unserem Shop downloaden.

Esko versucht seine Kunden auf diesem Weg unter anderem mit seiner Software Suite 14.1, aber auch mit neuen Dienstleistungen zu unterstützen. So erwarb Esko im März 2015 das US-Unternehmen MediaBeacon Inc., einem führenden Software-Anbieter von Digital Assets Managment (DAM)-Lösungen, mit dem Daten verwaltet und strukturiert werden können.

Gegen Lebensmittelabfälle und Produktfälschungen

Eef de Ferrante, Geschäftsführer AIPIA, ging in seinem Vortrag auf „Neue Technologien für aktive und intelligente Verpackungen“ ein. Verpackungen sind in einer globalisierten Welt der entscheidende Faktor, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren und Produktfälschungen zu vermeiden. Darauf zu warten, dass sich das Verbraucherverhalten verändert oder von der gesetzgeberischen Seite sich etwas tut, würde zu lange dauern. So kann eine entsprechende Verpackungskennzeichnung darüber informieren, wie lange das Lebensmittel nach Öffnen der Verpackung noch haltbar ist. Darüber hinaus lassen sich durch Verpackungen mit aufgedruckten elektronischen Schaltungen Warenströme lückenlos nachverfolgen und Produktfälschungen vermeiden. An diesem Punkt machte de Ferrante eine klare Aussage zur umfassenden Datenerfassung: „Big Data“ und ihre Auswertung werden kommen.

Ebenso wird sich die Nanotechnologie bei Verpackungen weiter durchsetzen. Sie soll nicht nur die Flexoplatmechanischen Eigenschaften von Verpackungen verbessern, sondern auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln positiv beeinflussen. Auf der Verpackung aufgetragene oder implementierte Nanopartikel sorgen beispielsweise für verbessere Temperaturstabilität des Füllguts oder für maßgeschneiderte Barriere-Eigenschaften. Damit werden Verpackungen in Zukunft noch mehr Aufgaben erfüllen müssen, die über die Schutz-, Informations- und Marketingfunktion hinausgehen. Laden Sie sich das komplette eDossier “Neue Anforderungen an die Verpackungen” direkt im Shop runter.