Coronakrise: Verpackungsdruck ist systemrelevant

Die Stärken des Tiefdrucks in der Coronakrise

In praktisch allen europäischen Ländern ist das öffentliche Leben aufgrund der Corona-Pandemie nahezu zum Erliegen gekommen, was die Volkswirtschaften und Industrien stark in Mitleidenschaft gezogen hat. Dies gilt auch für die Tiefdruckindustrie.

Die Zulieferindustrie befindet sich in einer schwierigen Situation, da sie unter anderem ihre Techniker und ihr Servicepersonal nicht mehr zu ihren weltweiten Kunden schicken kann.

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Die Tiefdrucker sowie die Tiefdruckzylinderhersteller sind allerdings gut ausgelastet, da die dringend benötigten Verpackungen für große Markenartikler und Lebensmittelproduzenten in großen Auflagen gedruckt werden müssen. Und da jetzt eine große Nachfrage nach sogenannten Langläufern besteht, gibt es zurzeit eine Art Renaissance des Tiefdrucks.

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ERA-Sekretär James Siever erklärt: „Aufgrund seiner hervorragenden Qualität und hohen Auflagenbeständigkeit ist der Tiefdruck das ideale Druckverfahren, um diese übermäßige Nachfrage zu befriedigen. Häufige Designänderungen aufgrund von Sonderaktionen im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie der Fußball-Europameisterschaft oder den Olympischen Spielen werden derzeit vom Markt nicht nachgefragt.“

Beim Verpackungsdruck könnte allerdings ein Problem auftreten: Das für einen kontinuierlichen Tiefdruckprozess benötigte Lösemittel Ethanol könnte knapp werden, da es zunehmend für die Herstellung von Desinfektionsmitteln gebraucht wird. Die ERA unterstützt daher die Forderung der Dachorganisation der europäischen Druckindustrie Intergraf an die europäischen und nationalen Behörden, die Versorgung mit Ethylalkohol für den Verpackungsdruck sicherzustellen. Dazu James Siever: „Der Verpackungsdruck muss in der Koronakrise als systemrelevant und als wesentlicher Dienst definiert werden.“ Denn nur Verpackungen schützen Lebens- und Arzneimittel vor äußeren, gesundheitsschädlichen Einflüssen und gewährleisten eine lange Haltbarkeit des Füllguts.

Über die ERA

Seit ihrer Gründung im Jahr 1956 hat sich die European Rotogravure Association (ERA) zur führenden internationalen Organisation der Tiefdruckindustrie entwickelt. Sie hat Mitglieder aus den Bereichen Verpackungs-, Publikations- und Dekordruck sowie aus assoziierten Branchen wie Papier- und Farbhersteller, Hersteller von Druck- und Veredelungsmaschinen und die führenden Tiefdruckzylindergraveure. Präsident ist Manfred Janoschka (Janoschka AG), Generalsekretär ist James Siever.
www.era-eu.org

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