Folien für die Lebensmittelindustrie

Gröning hat sein Hygienemanagement und die Folienproduktion ausgebaut

Als Hersteller von Polyethylenfolien, unter anderem für die Lebensmittelindustrie, betreibt die W. Gröning GmbH & Co. KG aus Rheine-Mesum seit Jahren ein strenges Hygienemanagement. Nun hat sich der Mittelständler zusätzlich nach den „BRC Global Standard für Verpackungsmaterialien“ zertifizieren lassen. Hierfür investierte der Betrieb in Produktion und Sicherheit.

Die Firma Gröning aus Rheine-Mesum erfüllt seit 2009 hohe Hygienestandards, weil sie unter anderem die Lebensmittelindustrie beliefert. In einem dreijährigen Turnus lässt sich das Unternehmen seither nach der DIN EN 15593 zertifizieren, der ersten europäischen Hygiene-Norm für die Verpackungsindustrie.

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Neues Zertifikat ist weltweit anerkannt

Vor kurzem durchlief der Folienspezialist zusätzlich ein Audit nach den „BRC Global Standards für Verpackungsmaterialien“. „Wir haben in den vergangenen Jahren in punkto Hygiene ein solides Management aufgebaut. Mit dem weltweit anerkannten, neuen Zertifikat erfüllen wir jetzt auch die Ansprüche unserer internationalen Kunden aus der Lebensmittelbranche.

Der Folienspezialist Gröning hat seinen Firmensitz in Rheine-Mesum
(Quelle: Gröning GmbH & Co. KG 2020)

Sie sind ebenfalls nach diesem Standard zertifiziert und erwarten das auch von ihren Lieferanten“, sagt Matthias Becker-Gröning, einer der Geschäftsführer des Unternehmens. Gleich beim ersten Audit erhielt der Mittelständler ein A-Zertifikat – die zweitbeste von fünf möglichen Klassifikationen. „Hierfür haben wir zum Beispiel in ein neues Umkleidegebäude und in neue Hygieneschleusen investiert. Zudem wurden die Abläufe in der Produktion angepasst und die Zugänge zu verschiedenen Zonen noch sicherer gemacht“, erklärt Becker-Gröning.

Folienproduktion weiter ausgebaut

Man habe das Unternehmen jedoch nicht nur im Zuge des Audits umgestaltet, sondern auch als Folge des Brandes in der Glasgewebefertigung vor drei Jahren. Der Betrieb musste die Textilproduktion damals nach 146 Jahren aufgeben. Aus diesem Grund habe man gezielt in den Ausbau der Produktion investiert. So gibt es ein neues Gebäude für den technischen Einkauf und den Versand.

Das Verwaltungsgebäude ist um weitere Büros und das „Wilhelm Gröning Forum“ mit Kunden- und Veranstaltungszentrum erweitert worden. Ferner hat das Unternehmen neue Anlagen für die Folienextrusion und die Weiterverarbeitung angeschafft. Auch die Zahl der Beschäftigten ist mit 160 Mitarbeitern heute wieder ungefähr auf dem früheren Stand.

Matthias Becker-Gröning ist sich sicher, damit die richtigen Weichen gestellt zu haben. Denn gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Pandemie, sei die Nachfrage nach Kunststoffverpackungen in der Lebensmittelbranche gewachsen. Er betont: „Hygiene, Sicherheit und Qualität von Produkten sind in der Folienproduktion deshalb noch wichtiger als zuvor. Wir glauben, dass sich die neue Zertifizierung damit doppelt auszahlen wird.“

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