Wunsch nach Hygiene und Lebensmittelsicherheit steigert weltweiten Bedarf an flexiblen Verpackungsfolien

Brückner Maschinenbau rechnet 2021 mit einem Rekordumsatz von 550 Mio. Euro

Folienstreckanlage von Brückner Maschinenbau (Quelle: Brückner)

Brückner Maschinenbau aus Siegsdorf ist Weltmarktführer für große Produktionsanlagen zur Herstellung verschiedenster flexibler Kunststoff-Folien. Das vergangene Geschäftsjahr war vom Auftragseingang her das bisher zweiterfolgreichste der Unternehmensgeschichte. Über 45 bis zum Jahresende 2020 verkaufte Anlagen (2019: über 30) bedeuten einen Auftragseingang von fast 800 Millionen Euro, eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (rund 500 Mio. Euro). Da die Auftragseingänge erst im darauffolgenden Jahr umsatzrelevant werden, ist für 2021 mit einer deutlichen Umsatzsteigerung auf über 550 Millionen Euro zu rechnen (2020: rund 400 Mio.).

Ein Grund für die sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung ist sicherlich, dass im Verpackungssektor weltweit – und insbesondere in Asien – Themen wie Hygiene und Lebensmittelsicherheit stark an Bedeutung gewonnen haben. Zudem konnten Lebensmitteleinzelhandel und Versandhandel international Zuwächse verzeichnen. Damit stieg auch die Nachfrage nach Brückner-Folienstreckanlagen, auf denen hochwertigste Verpackungsfolien hergestellt werden, und auch nach den entsprechenden Serviceleistungen.

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Zuversichtlich stimmt auch der Ausblick auf die nächsten Jahre. Stefan Neumann, kaufmännischer Geschäftsführer: „Unser Auftragsbestand reicht weit bis ins Jahr 2023. Zudem freuen wir uns aktuell über zwei Großaufträge aus China.“

Mit dem langjährigen Kunden Jiangsu Hengli New Materials, dem Qualitätsführer der Polyesterfolien-Branche in China, konnten mehrere Verträge über eine Laufzeit von fünf Jahren unterzeichnet werden, mit einem Auftragsvolumen, das das durchschnittliche Jahresvolumen von Brückner Maschinenbau deutlich übersteigt.

Das Gesamtpaket umfasst Dutzende BOPET-Anlagen für Verpackungsfolien, optische und industrielle Folien sowie ultra-dünne Spezialfolien sowie spezielle BOPET-Dickfolien-Anlagen. Der Rahmenvertrag umfasst insgesamt 15 verschiedene Anlagentypen, unter anderem auch eine ganz spezielle Laboranlage.

Zudem hat bei Brückner jetzt einer der führenden Hersteller von Batterie-Separator-Folien, Shenzhen Senior Technology Material Co., Ltd., acht weitere Spezialanlagen bestellt. Hierbei konnte Brückner mit neuester Technologie überzeugen, die zukünftig auch in der Batterie-Produktion in Europa zur Anwendung kommen soll.

Ohnehin ist man bei Brückner Maschinenbau sicher, dass neben dem weiter boomenden Verpackungsbereich auch technische Folien und deren Herstellungsanlagen stark im Kommen sind. Zukunftsthemen sind hier neben den Batterieseparator-Folien auch Folien für medizinische und Hochtemperatur-Anwendungen, Solarpaneele oder organische und gedruckte Elektronik.

Dazu passt, dass das Unternehmen aus Siegsdorf vor Kurzem für sein Innovationsmanagement ausgezeichnet wurde: Brückner Maschinenbau überzeugte in einem wissenschaftlichen Auswahlverfahren zum Innovationswettbewerb „TOP 100“ und zählt nun offiziell zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand.

Beim Thema Kunststoff und Umwelt ist man bei Brückner davon überzeugt, dass die Zukunft auch weiterhin dem Kunststoff gehört, wenn er nachhaltig benutzt und wiederverwendet wird. Helmut Huber, Geschäftsführer Verkauf & Projektmanagement: „Als Teil einer Kreislaufwirtschaft können die unbestreitbaren Vorteile des Kunststoffs mit den Nachhaltigkeitszielen einer modernen Gesellschaft absolut gut kombiniert werden. Wir arbeiten intensiv daran, dass auf unseren Maschinen Folien mit dem geringstmöglichen Ressourceneinsatz und der höchstmöglichen Recyclingfähigkeit hergestellt werden können.“ Dabei kooperiert Brückner auch in diversen Konsortien mit Partnern der gesamten Wertschöpfungskette, vom Rohstoffhersteller bis zum Brandowner. Beispiele dafür sind die Initiativen R-Cycle oder PrintCYC.

Der ebenfalls in Siegsdorf ansässige Serviceanbieter für Folienstrecktechnologie, Brückner Servtec, konnte bei Aufträgen für Anlagen-Nachrüstung und -Upgradings den Auftragseingang sogar um 60% steigern. Insgesamt liegt der Auftragseingang bei einem Rekord von rund 70 Millionen Euro, auch hier eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (60 Mio. Euro). Das wirkt sich positiv auf den Umsatz 2021 aus, für den ein Rekordwert von rund 71 Millionen Euro (2020: 53 Mio. Euro) erwartet wird.

Ein weltweit agierender Großkunde hat an Brückner Servtec zudem kürzlich umfangreiche Modernisierungs-Aufträge vergeben, um die Nachhaltigkeit der Produktion signifikant zu steigern. Dabei geht es um insgesamt vier Produktionsanlagen im Verpackungsfolienbereich, verteilt auf drei Kontinenten. Zudem wird durch die Anlagen-Modernisierung die Verarbeitung von Rohstoffen sichergestellt, die eine Kreislaufwirtschaft ermöglichen.

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