HD-Flexodruck – mit hohen Farbstärken zum exzellenten Druckbild

Eine häufige HD-Flexo-Anwendung sind z. B. Hygieneverpackungen (Quelle: Siegwerk)

Der HD-Flexodruck gilt heute bereits als geeignete Alternative zum Offset- und Tiefdruck. Mit einem neu entwickelten NC-basierten Konzentrat-System möchte Siegwerk nun neue Qualitätsstandards in puncto Farbstärke und Ausdruckverhalten setzen und den HD-Flexodruck mit optimierter Farbperformance zu noch höherer Druckqualität und mehr Effizienz bringen.

 

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Die High-Definition-Technologie hat das Flexodruckverfahren maßgeblich revolutioniert. Lange Zeit baten Offset- und Tiefdruck eine höhere Druckqualität als der Flexodruck. So standen sie für eine sehr hohe Auflösung und einer damit verbundenen schärferen Darstellung des Gedruckten, einen breiteren Tonwertbereich sowie eine höhere Farbdichte. Mit HD-Flexo befindet sich der Flexodruck heute auf einem vergleichbaren Qualitätsniveau und stellt eine geeignete Alternative zum Offset- und Tiefdruck dar. Auch wenn der HD-Flexodruck gewisse Rahmenbedingungen erfordert, um die gewünschte Qualität zu erzielen, so ist diese Technologie doch recht schnell und einfach von existierenden Flexodruckern umsetzbar. Das Anwendungsspektrum reicht dabei von Etiketten über flexible Verpackungen bis hin zu Wellpappe-Applikationen.

Vergleich von Standard-Flexodruck (links) und HD-Flexodruck (rechts). Aufgrund der eingesetzten hochauflösenden Optik in Kombination mit der etablierten Rastertechnologie bestehen die einzelnen Rasterpunkte im HD-Flexo aus mehr Pixeln, was zu mehr Schärfe und Präzision führt
(Quelle: Siegwerk Druckfarben)

HD-Flexo – ein Qualitätsschub für den Flexodruck

Die HD-Flexo-Technologie kombiniert eine hochauflösende Optik von 4.000 dpi mit einer exzellenten Rastertechnologie, die sich bereits zuvor als ideales Verfahren im Flexodruck bewährt hat – vor allem hinsichtlich der Druckqualität feiner Halbtöne. Diese einzigartige Kombination ermöglicht eine herausragende Druckqualität bei einfach herzustellenden Druckplatten, die von den Herstellkosten deutlich preiswerter als die im Tiefdruck verwendeten Druckzylinder sind und daher einen wirtschaftlichen Vorteil gerade bei kürzeren Druckkampagnen darstellen. Aufgrund der eingesetzten hochauflösenden Optik in Kombination mit der etablierten Rastertechnologie bestehen die einzelnen Rasterpunkte im HD-Flexo aus mehr Pixeln, wodurch Texte und Vektorgrafiken schärfer dargestellt, Bilder kontrastreicher abgebildet sowie harmonischere Farbverläufe und ein größerer Farbraum erzielt werden können. Die HD-Flexo-Technologie ermöglicht dabei sowohl eine Vergrößerung der Rasterweiten als auch eine Verringerung der Größe des kleinsten druckbaren Punktes und setzt den Flexodruck so auf eine höhere Qualitätsstufe als jemals zuvor.

Diese neu geschaffene höhere Druckqualität macht den Flexodruck heute zu einem konkurrierenden Druckverfahren für Offset- und Tiefdruck, das sich besonders durch hohe Wirtschaftlichkeit, sehr gute Reproduzierbarkeit sowie hervorragende Qualität auszeichnet. Laut DFTA geben HD-Flexo-Anwender an, dass sich mit der High-Definition-Variante des Flexodrucks der volle Tonwertumfang des Offsetdrucks wiedergeben lässt, Abstufungen sauberer gedruckt, sowie ein besserer Kontrast erzielt werden können. Zusätzlich heißt es, dass sich größere Auflagen bei gleichzeitig weniger Reinigungszyklen umsetzen lassen. Hiermit stellt HD-Flexo eine einzigartige Möglichkeit dar, Qualität und Kontinuität vorhandener Flexodruckmaschinen zu optimieren und hochwertige Etiketten ebenbürtig zum Offsetdruck sowie flexible Verpackungen gleichwertig wie im Tiefdruck zu bedrucken.

Technische Herausforderungen und ihr Fehlerpotenzial

Grundsätzlich gilt, dass HD-Flexo für alle Anwendungen eingesetzt werden kann, die auch im Flexodruck gedruckt werden können – von Etiketten über flexible Verpackungen bis hin zu Wellpappe-Anwendungen. Es hängt dabei immer vom endgültigen Anwendungszweck sprich vom Endabnehmer und der gewünschten Bilddarstellung bzw. Bildauflösung ab, ob ein Druckauftrag im Standard- oder aber im HD-Flexodruckverfahren umgesetzt wird. Häufige HD-Flexo-Anwendungen sind dabei z. B. Hygiene-, Tiernahrungsmittel- sowie Schwersackverpackungen, die entweder im Konter- oder aber im Frontalflexodruck gedruckt werden.

Eine weitere typische HD-Flexo-Anwendung: Schwersackverpackungen
(Quelle: Siegwerk)

Um HD-Flexo zu realisieren, müssen gewisse technische Rahmenbedingungen beachtet werden. Das Drucken mit Bildauflösungen von 60 L/cm und mehr erfordert eine andere Konfiguration der Rasterwalzen als beim Standard-Flexodruck. Es geht darum, eine höhere Farbdichte bei höherer Linien-Anzahl der Rasterwalzen und dadurch bedingt geringeren Schöpfvolumina zu erzielen. Dies bedarf somit einer optimalen Abstimmung zwischen Druckmaschine, Bildraster und Schöpfvolumen der Rasterwalze, Ausarbeitung der HD-Druckplatten mit entsprechend stabilem Unterbau sowie geeigneter Farbperformance. Sind diese Einstellungen nicht aufeinander abgestimmt, lässt sich keine HD-Qualität im Flexodruck erzeugen.

Häufig auftretende Probleme sind hierbei schlechte Farbübertragung, zu geringe Farbdichte, Punktschluss oder aber unsaubere Druckergebnisse von besonders feinen Rasterpunkten aufgrund zu schnell trocknender Druckfarben bei zu niedrigen Druckgeschwindigkeiten. Eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Entfesselung der High-Definition-Qualität ist demnach vor allem der Einsatz von Druckfarben, die optimal auf all diese potenziellen Herausforderungen eingestellt sind und so dabei helfen, das Risiko häufig auftretender Druckprobleme von vornherein zu minimieren.

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