Touch & Feel – digitale und haptische Veredelungen gewinnen an Bedeutung

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Mit den Möglichkeiten der analogen und digitalen Druckverfahren lassen sich heute Verpackungsmotive reproduzieren und attraktive Produkthighlights setzen. Von Handelsunternehmen und Markenartiklern werden immer mehr Veredelungstechnologien angefragt, die der Verpackung hohe Attraktivität und Einmaligkeit verleihen. Selbstverständlich geht es dabei nach wie vor primär um den optischen Eindruck, doch zunehmend gewinnen Haptik und Zusatznutzen bei Verpackungen immer…

Die Wahl zwischen Moiré oder Farbdrift als Entscheidung zwischen zwei Übeln

Die Winkelung von AM-Rastern

Übliche Rasterwinkelungen im vierfarbigen Rasterdruck (Quelle: DFTA)
Die Winkelung amplitudenmodulierter Raster ist ein durchaus aktuelles Druckproblem. Dennoch findet es kaum das Interesse der Fachwelt und die aktuell verfügbaren Lösungen sind alles andere als befriedigend. Jedoch könnte dieses Problem durch künftige Entwicklungen unversehens in den Mittelpunkt des Interesses rücken.

Welche Faktoren müssen dabei beachtet werden?

Auswahl und Einstellung von Rakelmessern

Die Kraftwirkung zwischen Rakelmesser und Zylinderoberfläche bei abgerundeten Schneidenprofilen
Eine Druckmaschine kann aus über 50.000 Einzelteilen bestehen, deren kleinste oftmals sehr große Auswirkungen haben können. So haben ­beispielsweise die Auswahlkriterien der Rakelmesser hinsichtlich Werkstoff, Messerdicke und Schneidenprofil durchaus eine spürbare Aus­wirkung auf die Produktionseffizienz im Flexo- und Tiefdruck, da diese Kriterien sich auf die Druckqualität sowie die Produktionsleistung pro Meter per Messer auswirkt. Darüber…

Von Prof. Dr. Martin Dreher

Wie tickt der Rest der Flexodruck-Welt eigentlich?

Vergrößerung eines Druckbildes mit Spezialraster (Quelle: DFTA)
Prof. Dr. Martin Dreher, Wissenschaftlicher Leiter des DFTA-Technologiezentrums, beurteilte als Mitglied einer internationalen Award-Jury mit über die Flexodruckqualtät von Verpackungen. Dabei machte er interessante Beobachtungen und Erfahrungen, die zum Teil erheblich von der Situation im deutschsprachigen Flexodruckmarkt abweichen.

Ein Überblick

Gängige Verfahren der Rasterwalzenreinigung

Reinigungsverfahren für Rasterwalzen
Das Zusetzen der Näpfchen von lasergravierten Keramik-Rasterwalzen mit Schmutzpartikeln und eingetrockneten Farben beeinträchtigt die Druckqualität. Deshalb müssen verschmutzte Rasterwalzen nach dem Drucken so schnell wie möglich gereinigt werden. Dafür stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, die für eine zufriedenstellende Reinigung zwar eine gewisse „Aggressivität“ aufweisen müssen, gleichzeitig aber nicht die Keramikschicht beschädigen dürfen.

Die Stärken optimierter Oberflächenstrukturierung von Flexodruckplatten

Die passende Mikro-Oberflächenstruktur wird gemäß der Kombination von Druckfarbe, Rasterwalze und Bedruckstoff zur Erzielung einer optimalen Druckfarbübertragung gewählt. Jedes Bild der Strukturelemente, die zwischen 5 und 30 µm groß sind, entspricht ungefähr dem Durchmesser eines menschlichen Haars mit rund 70 µm
Eine optimierte Strukturierung der Oberfläche von Flexodruckplatten bietet enorme Vorteile. Für Drucker zählen geringere Ausgaben für Druckfarben, da Weiß und Sonderfarben nicht zweifach, d. h. mit doppelten identischen Platten, gedruckt werden müssen, sowie sauberere Druckergebnisse und die Möglichkeit der Produktion mit höheren Druckgeschwindigkeiten.

Was der Flexo- und Tiefdruck vom Offset-Akzidenzdruck lernen kann

Digitales Farbmanagement für papierbasierte Substrate

Das X-Rite eXact und das Techkon SpectroDens sind zwei weitverbreitete Farbmessgeräte, die u.a. die Messmodi M1 und M2 ­beinhalten
Optische Aufheller ermöglichen die Produktion von hochweißen Papieren und Kartons. Für das digitale Farbmanagement, um z.B. auf einem Proof das spätere Druckergebnis verbindlich zu simulieren, bringt das einige Herausforderungen mit sich. Im Akzidenzdruck sind eine Reihe von ­Standards und Tools entwickelt worden, deren Anwendung auch im Flexo- und Tiefdruck hilfreich sein kann.

Wasserbasierte Farbsysteme für den Foliendruck

ANDREAS METZNER www.amfoto.eu 0049173-4572874
Mit Wasserfarben bedruckte Verpackungsbeispiele (Quelle: Follmann)
Weiterentwicklungen von Bindemittelsystemen und Additiven im Bereich der wasserbasierten Farbsysteme stoßen bei Flexodruckern vermehrt auf reges Interesse. Doch trotz ihrer Leistungsfähigkeit kommen Wasserfarben für den Druck von flexiblen Verpackungen kaum zum Einsatz. Was sind die Gründe dafür? Und wo liegen die Stärken und Grenzen dieser Druckfarben?

PCI-Studie: Interessante Daten und Fakten

Gegenwärtige und künftige Trends bei flexiblen Verpackungen

Die flexible Verpackung im Gesamtrahmen des europäischen Verpackungsmarktes
Der Bereinigungsprozess in den vergangenen zehn Jahren hat den Markt für flexible Verpackungen in Europa, dessen Gesamtwert vom englischen Marktforschungsinstitut PCI Films Consulting Ltd. auf EUR 11,6 Mrd. beziffert wird, grundlegend verändert.  Nach Informationen des Instituts wird der Markt der flexiblen Verpackung in Europa zu 70% von insgesamt 20 Unternehmen dominiert, wobei in Zukunft wohl mit weiteren Unternehmenszusammenschlüssen…

Das Drucken mit fester Farbpalette im Flexodruck – Betrachtung der Vorteile

4C – geringe Druckproduktivität, gute Darstellung von Sonderfarben, aber ein mattes Druckbild mit einer 4C-Separation
Während sich Markenartikler und Einzelhändler stark auf Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen konzentrieren, richtet sich die Aufmerksamkeit des Druckens mit fester Farbpalette darauf, welche Vorteile diese Technologie den großen Marken bieten kann. Doch so einfach, wie viele vielleicht glauben, ist es nicht.