Marketingmöglichkeiten mit digital bedruckten To-Go-Verpackungen

Werbung für Kinofilme auf Pappbechern (Quelle: Xeikon)

Der Digitaldruck zur Herstellung von To-Go-Verpackungen ist eine sinnvolle Ergänzung zu den konventionellen Druckverfahren.

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Steigende Absatzzahlen sowie der Trend weg von EPS- und Plastikbechern hin zu faserstoffbasierten Alternativen aus Faserstoffen kommen dem Digitaldruck entgegen. Mit den Möglichkeiten des Digitaldrucks kann diese Art von Verpackungen ein idealer Werbeträger sein.

To-Go-Verpackungen kombinieren Designelemente aus dem Lebensmitteleinzelhandel und dem Gastronomiebereich. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Kartonagen und faserbasierte Verpackungsmaterialien und erweitert die Verkaufsoptionen in einem Premiumsegment, das darauf abzielt, hochwertige und nachhaltige Rohstoffe einzusetzen. Diese Art von Verpackungen wird vor allem in folgenden Bereichen eingesetzt:

  • Fast Food
  • Getränke („Coffee-to-go“)
  • Traditionelle Mitnahmegerichte
  • Online-Essensbestellungen und
  • gelieferte Fertiggerichte für das Kochen/Aufwärmen zuhause

Fortschreitende Digitalisierung des Alltags

 Die fortschreitende Digitalisierung hat bereits begonnen, unser Leben zu verändern. Dies zeigt sich am Beispiel der drei Entwicklungsphasen von Fast-Food-Restaurants. Erfolgte die Auswahl, die Bestellung und die Entgegennahme von Speisen sowie Getränken zunächst ausschließlich im Restaurant, ermöglichte die zusätzliche Option „Drive-in“, diesen Vorgang bequem aus dem Auto zu erledigen.

Der globale Nahrungsmittelsektor mit seinen Großkonzernen gehört zwar zu den größten Industriezweigen der Welt, allerdings ist bei ihm die „digitale Durchdringung“ noch nicht weit fortgeschritten. Hier lassen sich die verschiedensten Nutzungsmöglichkeiten mithilfe des Digitaldrucks entwickeln.

Einwegbecher

Becher sind die am meisten verwendeten Einwegverpackungen in Europa. Im Jahr 2016 wurden in Europa 252 Milliarden Becher verbraucht. Bis 2021 wird eine Steigerung auf 272 Milliarden Stück erwartet. Die größten Verbraucher sind nach einer Studie von Smithers Pira Großbritannien, gefolgt von Deutschland, Frankreich und Italien. Die Becher werden hauptsächlich im Bereich Fast Food, Mitnahme-Getränke als auch für den privaten Gebrauch eingesetzt.

Die hauptsächlich eingesetzten Materialien sind Expandiertes Polystyrol (EPS), Hartpappe, Polypropylen (PP), Polyester (PET) und Polystyrol (PS), wobei ein großer Trend dazu besteht, EPS und Kunststoffe durch Papier- und Zellstoffalternativen zu ersetzen. Die Becher aus Hartpappe werden zurzeit hauptsächlich im Flexo- und Offsetdruck bedruckt, wobei sich für den Digitaldruck Marktchancen bei kleinen und mittleren Auflagen ergeben.

Stanzzuschnitt (links) und gefertigter Pappbecher (rechts) eines digital gedruckten Motives (Quelle: Xeikon)

Digitaldruck

Der Digitaldruck ergänzt bei Pappbechern gerade bei Kleinauflagen in hoher Qualität die Anwendungsmöglichkeiten, da bei den konventionellen Verfahren aus wirtschaftlichen Gründen Mindestabnahmemengen von einigen Tausend Stück bestehen. Mithilfe des Digitaldrucks lassen sich neue Geschäftsmodelle wie Web-to-Print entwickeln, mit denen der Kundenstamm erweitert werden kann. Das wird durch die Vorteile des Digitaldrucks mit seinen geringen Einrichtzeiten und seiner erheblich reduzierten Time-to-Market ermöglicht. Ideen für neue Nutzungsmöglichkeiten sind zum Beispiel personalisierte und individualisierte Becher für Geburtstagsfeiern oder Promotion-Aktionen. Lokale Händler, Dienstleister oder Produktionsbetriebe können noch gezielter auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen eingehen. Dabei steht vermehrt der regionale Bezug im Vordergrund, der bislang werblich noch nicht im großen Umfang genutzt werden konnte.

Für den Druck und die Weiterverarbeitung von Pappbechern besteht ein Workflow, bei dem die Digitaldruckmaschine Xeikon 3500 im Mittelpunkt steht (Quelle: Xeikon)

Workflow

Xeikon entwickelte in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Zulieferindustrie einen Workflow für Web-to-Print-Anwendungen, der für den Digitaldruck und konventionellem Druck ausgerichtet ist. Er reicht vom Auftragseingang über die Entscheidung, welches Druckverfahren zum Einsatz kommt, bis zur Weiterverarbeitung (Stanzen). Ob nun der Digitaldruck oder ein konventionelles Druckverfahren zum Einsatz kommt, hängt unter anderem davon ab, wie groß die Lauflänge und Farbanzahl eines Druckauftrages ist.

Für den Pappbecherdruck kommen zwei Maschinenvarianten der Xeikon 3500 infrage. Eine Variante produziert von Rolle-auf-Rolle, die andere von Rolle-zu-Bogen. Bei der Digitaldruckmaschine kommt die Trockentonertechnologie zum Einsatz. Die Xeikon 3500 druckt mit bis zu fünf Farben (CMYK + Weiß) in einer Auflösung von 1200 dpi bei einer Geschwindigkeit von bis zu 19,2 m/min auf definierte Kartonqualitäten mit und ohne PE-Beschichtung.

Zusammenfassung

Das Anwendungsgebiet von Verpackungen für unterwegs bietet gerade bei den Pappbechern eine Vielzahl neuer Möglichkeiten für deren werbliche Nutzung. Es ist ein Markt, der weiter wachsen wird und in dem der Digitaldruck die bestehenden konventionellen Produktionsmöglichkeiten sinnvoll ergänzen kann, indem er das Potenzial bei kleinen und mittleren Auflagen ausschöpft. Sowohl tonerbasierte Systeme als auch Inkjet-Systeme auf Wasserbasis sind dafür geeignet, weil sie alle Voraussetzungen in Bezug auf die Konformität mit Lebensmittelanwendungen erfüllen. Das Gesagte lässt sich ohne weiteres auf auch andere To-Go-Verpackungen – wie beispielsweise Pasta- oder Pizzaboxen – übertragen. Auch dies ist ein Zukunftsmarkt für kleine und mittlere Auflagen und damit für den Digitaldruck. [4888]

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