Karton-Verpackungen sollen Klima-Auswirkungen um 99% reduzieren

Verpackungsmaterial beeinflusst das Klima

„Bei einigen Verpackungen aus Kunststoff lässt sich der Umstieg auf ein anderes Material ganz einfach ohne den Verlust von Funktionen realisieren – also ist es logisch, dort anzufangen, wenn wir die Klimaauswirkungen von Verpackungen reduzieren wollen“, erklärt Johan Granås (Quelle: Iggesund Paperboard)(Bild: Rolf Lavergren bildbolaget.nu)

Der Umstieg von Kunststoff auf Karton kann die Klimaauswirkungen einer Verpackung um 99 Prozent senken. So lautet zumindest die Schlussfolgerung einer Studie, die vom schwedischen Umweltforschungsinstitut IVL im Auftrag von Iggesund Paperboard durchgeführt wurde.

Ausgangspunkt war die Untersuchung der üblichsten Verpackungstypen und der Vergleich der Unterschiede in Bezug auf die Klimaauswirkungen je nach der Wahl des Verpackungsmaterials. „Kunststoff ist ein hervorragendes Material für zahlreiche Anwendungen, und auch wir verwenden ihn, wenn wir Karton für Lebensmittelverpackungen herstellen, der zum Schutz des Inhalts mit einer dünnen Kunststoffbarriere versehen wird“, sagt Johan Granås, Sustainability Director bei Iggesund Paperboard . „Doch wir sind der Meinung, dass Entscheidungsträger in der Verpackungsindustrie über die Folgen ihrer Materialwahl aufgeklärt werden müssen.“

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Verpackungen für Glühlampen aus Kunststoff oder Karton sind das Beispiel in der Untersuchung. Durch den Umstieg von Kunststoff auf Karton soll es möglich sein, die Klimaauswirkungen der Verpackung um 99% Prozent zu reduzieren. In dem Beispiel, in dem der Kunststoff noch am besten abschnitt, wurde eine Kartonverpackung für 500 Gramm Pasta mit der entsprechenden Menge an Nudeln verglichen, die in einer dünnen Kunstststofftüte verpackt war. Die Schlussfolgerung war in diesem Fall, dass die Klimaauswirkungen der Kunststofftüte die der Kartonverpackung „nur“ um das 3,25-Fache überstiegen. Und dies trotz der Tatsache, dass die Tüte nur ein Sechstel des Kartons wog und dabei noch erheblich schlechtere Schutz- und Stapeleigenschaften aufwies.

Für die in der Studie untersuchten Kartonverpackungen wurden die Klimadaten für den Iggesund-Karton Invercote verwendet. Für die Kunststoffmaterialien nutzte IVL Daten aus den Datenbanken, die für Lebenszyklusanalysen eingesetzt werden. Keine der für die Studie untersuchten Kartonverpackungen waren aus Material von Iggesund Paperboard hergestellt. „Diese Studie zeigt die Klimaauswirkungen verschiedener Arten von Verpackungen. Der Auftrag an IVL lautete, die Studie allgemein zu halten. Weder das Institut noch wir kennen die Klimadaten für jede einzelne Verpackung. Auf der Grundlage der anerkannten Umweltdatenbanken weist die Studie jedoch definitiv auf die große Bedeutung der Materialwahl hin“, so das Resümee von Granås.

„Bei einigen Verpackungen aus Kunststoff lässt sich der Umstieg auf ein anderes Material ganz einfach ohne den Verlust von Funktionen realisieren – also ist es logisch, dort anzufangen, wenn wir die Klimaauswirkungen von Verpackungen reduzieren wollen“, erklärt Johan Granås.

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