Absage von Drupa und Interpack

Siegwerk- verstärkte virtuelle Kundenbindung durch Ausbau digitaler Dienstleistungen

Siegwerk setzt vermehrt auf digitale Kommunikation und Prozesse (Quelle: Siegwerk Druckfarben)

Siegwerk plant seine Gesamtpräsenz auf globalen Industriemessen selektiv anzupassen, entweder mit einem virtuellen Austausch oder, wo vorteilhaft, mit einer physischen Präsenz. Deshalb hat der Farbenhersteller aus Siegburg beschlossen, im Jahr 2021 weder an der Drupa noch an der Zuliefermesse “components” der Interpack teilzunehmen. Die Teilnahme an anderen Messen wird derzeit geprüft.

Eine Teilnahme an bestimmten asiatischen Messen wurde bereits als relevant bestätigt, um die regionale Marktentwicklung in diesem wachstumsstarken Bereich weiter voranzutreiben. “Unsere Entscheidung, unsere Teilnahme an diesen beiden Messen abzusagen, wurde auch durch die Unsicherheit in Bezug auf die Covid-19-Pandemie, ihre weitere Entwicklung und ihre mittelfristigen Folgen beeinflusst”, fügt Horenburg hinzu.

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“Wir wollen unsere Mitarbeiter derzeit nicht zur Teilnahme an irgendeiner Art von Großveranstaltung verpflichten”. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Gesamtwahrnehmung von Großausstellungen durch die globale Pandemie verändern wird und dass regionale, kleinere Fachmessen sowie mehr virtueller Austausch in Zukunft eher einen Mehrwert darstellen werden.

Hintergrund – Digitale Transformation schreitet weiter voran

Siegwerk beabsichtigt auf dem Weg ein Unternehmen für kreislauffähige und digitale Verpackungslösungen zu werden, seine digitalen Dienstleistungen um virtuelle Tools für die Interaktion mit Kunden zu erweitern. Seit 2017 hat das Unternehmen seine eigene digitale Transformation strategisch vorangetrieben. Das Unternehmen plant sich auf virtuelle Tools und Dienstleistungen zu konzentrieren, um seine Kundenbindungsstrategie in Zukunft weiter zu digitalisieren.

“Wir wollen das Kundenerlebnis weiter virtualisieren, indem wir digitale Tools zur Kundenbindung wie Live-Streaming-Veranstaltungen, digitale Konferenzen, virtuelle Demonstrationen, Schulungen oder Webinare hinzufügen”, erklärt Ralf Hildenbrand, President Americas und Mitglied des Vorstands bei Siegwerk.

Zusätzlich zu den erfolgreichen Face-to-Face-Kundenveranstaltungen plant das Unternehmen nun, seine INKday-Veranstaltungen in ein virtuelles Konzept zu überführen, um die Teilnahme aus der ganzen Welt zu ermöglichen. Seit mehr als 12 Jahren veranstaltet Siegwerk seine INKday-Veranstaltungen, die Kunden und Experten gleichermaßen eine einzigartige Plattform zur Förderung von Diskussionen über aktuelle und zukünftige Branchenthemen bieten. ”

Durch den verstärkten digitalen Austausch, gekoppelt mit regionsspezifischen Veranstaltungen und persönlichen Treffen, können wir uns künftig noch schneller, effektiver und persönlicher einbringen”, so Hildenbrand weiter.

2017 begann Siegwerk als Early Adopter und eines der ersten Unternehmen der Branche mit der digitalen Transformation. Heute ist die Digitalisierung in alle Geschäftsbereiche integriert, einschließlich datengetriebener Innovation, Digitalisierung von Prozessen sowie die Entwicklung neuer und zirkulärer Geschäftsmodelle.

Zu den jüngsten Meilensteinen der digitalen Transformation des Unternehmens gehören die Eröffnung eines vollautomatischen Mischzentrums am deutschen Hauptsitz in Siegburg sowie die Einrichtung von Online-Diensten wie dem Vendor Managed Inventory System MyInkroom und dem Online-Kundenportal mySiegwerk. Darüber hinaus untersucht das Unternehmen kontinuierlich das Potenzial großer Datenmengen und künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Produktionszyklen und zur weiteren Effizienzsteigerung.

Um ein nachhaltiges Geschäft mit dauerhaften Wachstumsvorteilen aufzubauen, treibt Siegwerk nicht nur seine eigene digitale Transformation voran, sondern legt auch größten Wert darauf, die Realisierung einer kreislauffähigen Verpackungsindustrie voranzutreiben. Erst kürzlich hat Siegwerk weitere Ressourcen in die Zukunft investiert, indem es seinen Circular Economy Hub eingerichtet hat, um speziell den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft im gesamten Unternehmen zu managen.

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