Tiefdruck- und Prägeformhersteller: Bitte an der Umfrage teilnehmen!

Langfristige Zulassung des Chromtrioxid-Verfahrens ist das Ziel

Mit ChromeXtend ergreift die Firma Kaspar Walter die Initiative und beantragt im Interesse seiner Kunden die langfristige Zulassung des Chromtrioxid-Verfahrens bei der Europäischen Kommission über das Jahr 2024 hinaus (Quelle: Kaspar Walter)(Bild: Kai Arndt)

Viele Tiefdruck- und Prägewalzenhersteller haben ein Informationsschreiben vom CTACSub -Konsortium erhalten, in dem sie dazu aufgefordert wurden, einen Substitutionsplan für Chromtrioxid zu erstellen. Die Aufforderung, einen solchen Plan zu erstellen, betrifft zunächst aber ausschließlich diejenigen Unternehmen, welche unter CTAC Use 3 fallen, dem funktionellen Verchromen mit dekorativem Charakter.

Das heißt, die europäische Tiefdruck- und Prägeformhersteller sind davon nicht betroffen. Sie fallen unter Use 2, dem funktionellen Hartverchromen, was eine Entscheidung der Europäischen Kommission (EK) über die Verwendung von Chromtrioxid weiter verzögern wird. Das Zulassungsverfahren wurde von der EK solange ausgesetzt, bis von CTACSub ein Entwurf zur Substitutionsstrategie vorliegt.

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ChromeXtend – Umfrage

Ungeachtet der aktuellen Umstände schreiten die Arbeiten an ChromeXtend voran. Zurzeit wird eine Datenerhebung bei den Tiefdruck- und Prägeformherstellern durchgeführt, mit der die Industrie im Zulassungsdossier detailliert dargestellt werden soll.

Falls Unternehmen an der Umfrage noch nicht teilgenommen haben, bittet Kaspar Walter (Hersteller von Anlagen für Galvanik und Oberflächenbearbeitung für die Tiefdruckformherstellung) und der Europäischen Tiefdruckverband (ERA – European Rotogravure Association), dies noch bis Ende April 2020 zu tun.

Nur durch die Unterstützung aller Unternehmen kann eine langfristige Zulassung des Chromtrioxid-Verfahrens bei der Europäischen Kommission erreicht werden. Die individualisierten Links für die anonymisierte Teilnahme haben die betreffenden Unternehmen bereits am 18. März von chromeXtend@ramboll.com erhalten.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die CTA (Chromium Trioxide Authorization)-Symposium der ERA in München verschoben werden. Sobald die europäischen Reisebeschränkungen aufgehoben sind, wird Kaspar Walter zusammen mit der ERA einen neuen Termin bekanntgeben, um den Zulassungsantrag vorzustellen und über die neuesten Entwicklungen bei CTAC zu informieren.

Aktuelle Informationen zum laufenden Stand des Autorisierungsantrages erhalten Sie kontinuierlich weiter auf der Webseite von Kaspar Walter: www.kwalter.de. Bei individuellen Fragen zu diesem Thema steht Ihnen auch jederzeit der Projektverantwortliche Dr. Julian Rotter (j.rotter@kwalter.de) zur Verfügung.

Infos zur Initiative „ChromeXtend“

Solange keine praxiserprobten Alternativen verfügbar sind, ist die Chromtrioxid -basierte Elektrolyse der einzige Weg, um gravierte Tiefdruckzylinder und Prägezylinder zu verchromen. Der Tiefdruck macht nur etwa ein Prozent aller industriellen Chromtrioxid-Anwendungen aus. Er arbeitet schon heute im Vergleich zu anderen industriellen Anwendungen auf einem sehr hohen Sicherheitsstandard und würde nach Einschätzung der Kaspar Walter nicht von Autorisierungen in anderen Branchen profitieren.

 Mit ChromeXtend ergreift Kaspar Walter die Initiative und beantragt im Interesse seiner Kunden die langfristige Zulassung des Chrom(VI)-Verfahrens bei der Europäischen Kommission über das Jahr 2024 hinaus. Damit möchten man vermeiden, dass die Kunden nach Ablauf der jetzigen Autorisierungsphase ein wirtschaftliches Risiko eingehen, wenn sie sich zu Recht weiterhin für den Tiefdruck entscheiden. Die europäischen Tiefdruckverband ERA (European Rotogravure Association) unterstützt die Firma Kaspar Walter bei ihrem Antrag.

 

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