Forum PET begrüßt neues Verpackungsgesetz

Das Forum PET in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. begrüßt die Verabschiedung des neuen Verpackungsgesetzes durch den Bundestag.

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Mit der Ausweitung der Pfandpflicht auf weitere Getränkesegmente sowie den steigenden Recyclingvorgaben für Verpackungsabfälle setzt die Politik wichtige Impulse zur Schließung von Wertstoffkreisläufen im Bereich von PET-Getränkeflaschen und weiteren Kunststoffverpackungen. Das Pfandsystem erzielt hohe Sammelquoten und ermöglicht eine Kreislaufführung der Wertstoffe. Die neue Kennzeichnungspflicht des Handels sorgt aus Sicht des Forums PET zudem für eine erhöhte Transparenz für den Verbraucher. Für überholt hält der Verband dagegen die beschlossene Mehrwegquote von 70 Prozent. Der Bundestag hatte das Verpackungsgesetz nach langen öffentlichen Diskussionen am 30. März verabschiedet.

Das neue Verpackungsgesetz hält am bewährten System der Pfandpflicht auf Einweggetränkeverpackungen fest und erweitert dieses sogar auf weitere Getränkesegmente. Denn nur durch die Rückgabe der Flaschen könne die aktuelle Recyclingquote von nahezu 98 Prozent erreicht werden. Rund ein Drittel des recycelten Materials wird zur Herstellung neuer PET-Flaschen eingesetzt. Das restliche recycelte PET-Material wird für die Folienindustrie, Textilfasern und sonstige Anwendungen verwendet.

Auch die beschlossenen Recyclingquoten für den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne wird als starkes Anreizsystem begrüßt. Für Kunststoffe sollen sie bis 2022 von bisher 36 auf 63 Prozent der lizenzierten Verpackungen steigen. Zudem werde im neuen Gesetz ein Anreiz geschaffen, Verpackungen möglichst recyclinggerecht zu gestalten, etwa durch die sinnvolle Kombination von Materialien. Denn obwohl beispielsweise PET und Papier beides für sich genommen gut zu recycelnde Materialien seien, erschweren beispielsweise Papieretiketten auf PET-Verpackungen ein hochwertiges Recycling.

Zur Stärkung eigenverantwortlicher Entscheidungen des Verbrauchers begrüßt das Forum PET auch die Kennzeichnungspflicht des Handels für Ein- und Mehrwegverpackungen. „Das Gesetz sorgt für mehr Transparenz für den Verbraucher bei der Kaufentscheidung“, bekräftigt Schmidt.

Unverständnis ruft beim Forum PET dagegen die Einbeziehung einer sogenannten appellativen Mehrwegquote hervor. 70 Prozent aller Getränke sollen demnach in Mehrwegverpackungen abgefüllt werden. Denn während PET-Einweg- und PET-Mehrweggetränkeflaschen sich ökologisch in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt haben, sei die Diskussion darüber nach Ansicht des Forum PET in den neunziger Jahren steckengeblieben. Noch immer werde die fast hundertprozentige Recyclingquote der bepfandeten PET-Einwegflaschen in Deutschland zu wenig wahrgenommen.

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