Entwicklung von Barrierepapieren durch Kooperationen

Flexible Verpackungen – Koehler entwickelt Kunststoff-Alternativen

Der Papierbeutel bietet eine funktionelle Beschichtung für die Verpackung trockener Nahrungsmittel, z.B. Müsli und ist vollständig recycelbar. Quelle: Koehler Paper Group

Die Koehler Paper Group ist nicht nur ein Hersteller von Spezialpapieren, sondern bewegt sich mit der neuen Papiermaschine PM 8 auch in den Bereich der Papiere für flexible Verpackungen. Ziel ist es, nicht wiederverwertbaren Kunststoff durch recyclebares Papier zu ersetzen.

Das Unternehmen arbeitet deshalb an der Entwicklung von Barrierepapieren mit funktionalen Oberflächen. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt betreibt Koehler die Green Coating Collaboration. Diese Forschungsgemeinschaft unterstützt Koehler dabei, funktionelle Oberflächen für nachhaltige Verpackungslösungen für alle Industrien zu entwickeln. Außerdem investiert Koehler über 300 Millionen Euro in eine neue Produktionsanlage am Standort Kehl.

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Gleichzeitig sollen diese Verpackungspapiere im Papierkreislauf recycelbar sein, um einen bereits vorhandenen und funktionierenden Kreislauf zu nutzen. 75 Prozent und mehr des in Deutschland anfallenden Papiermülls werden wiederverwertet.

Bereits 2012 gründete Koehler die Tochtergesellschaft Koehler Renewable Energy (KRE), die verschiedene Biomasse-Heizkraftwerke und Windparks betreibt. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 bilanziell mehr Strom aus erneuerbaren Quellen zu produzieren, als für die Papierproduktion eingesetzt wird.

Koehler produziert an seinen vier Standorten mit über 1800 Mitarbeitern mehr als 500.000 Tonnen verschiedene Spezialpapiere. Teil des Unternehmens ist eine Abteilung für Forschung und Entwicklung, die unter anderem das erste für den Lebensmittelkontakt zugelassene Thermopapier entwickelt hat.

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