Feldmuehle Uetersen – Insolvenz beantragt

Die Papierfabrik Feldmuehle Uetersen GmbH hat am 24. Januar 2018 beim Amtsgericht Pinneberg Insolvenzantrag gestellt.

Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Tjark Thies wird der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortgeführt, was Produktion ebenso einschließt wie Einkauf, Vertrieb, Marketing und Logistik. Darüber hinaus würden die Kunden weiterhin pünktlich beliefert und Lieferantenrechnungen beglichen. Auch die Gehälter der Beschäftigten sind bis Ende März 2018 über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.

„Feldmuehle besitzt erstklassige Produkte, Produktionsanlagen und Prozesse sowie eine hoch motivierte Belegschaft und eine führende Marktposition. Wir dürfen das aktuelle Verfahren also berechtigt als Chance für das Unternehmen begreifen“, sagt Thies. Es wird in den kommenden Wochen insbesondere geprüft, inwiefern die wirtschaftliche Sanierung ganz aus eigener Kraft möglich ist. Eine denkbare Alternative dazu sei die Übernahme durch einen Investor.

Das 1904 gegründete Traditionsunternehmen stellt mit rund 420 Beschäftigten westlich von Hamburg jährlich rund 250.000 Tonnen Papier her. Die Produkte werden weltweit überwiegend für die Herstellung klassischer Printprodukte und in der Verpackungsindustrie eingesetzt.