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Flexo+Tief-Druck 3-2016

Spiegelbild eines gravierenden Wandels – drupa 2016.

Der Countdown läuft – nur noch wenige Tage, dann ist es soweit: Am 31. Mai öffnet wohl die bislang spannendste drupa ihre Pforten.

Obwohl man mit derartigen Superlativen vorsichtig sein sollte, ist es doch diese weltweit bedeutendste Druck- und Medienmesse, die uns den beispiellosen strukturellen Wandel der gesamten Druckindustrie vor Augen hält: konzentriert, an einem Ort und für 11 Tage. Dieser Wandel wird auch daran deutlich, dass die größten Aussteller erstmals nicht die traditionellen Hersteller von Druckmaschinen sind, sondern die Anbieter von Digitaldrucksystemen.

Wie kaum ein anderes Unternehmen spiegelt die König & Bauer AG (KBA) diesen gravierenden Umbruch wider. Bis vor wenigen Jahren lag der eindeutige Schwerpunkt beim weltweit ältesten Druckmaschinenhersteller noch auf dem Akzidenz- und Zeitungsdruck. Doch mit dem Aufkommen der digitalen Medien sank der Umsatz im Neumaschinengeschäft für derartige Produkte von EUR 600 Mio. auf rund EUR 100 Mio.

Inzwischen generiert KBA rund 70% ihres Umsatzes im Verpackungsdruck, etwa 20% im Sicherheits- und Wertpapierdruck und nur noch rund 10% im Publikationsdruck. Diese strategische Ausrichtung ist durchaus sinnvoll, denn das globale Marktvolumen des Verpackungsdrucks liegt nach aktuellen Prognosen von Smithers Pira im Jahr 2018 bei USD 985 Mrd.

„Ohne einen Mehrwert wird es der Digitaldruck schwer haben, sich im Verpackungsdruck auf breiter Front durchzusetzen“, so die Aussage eines großen Wellpappendruckers. Denn auf der drupa werden wir eine weitere Diversifikation von Flexo- und Tiefdruckmaschinen erleben. Ausgelegt auf noch kürzere Rüstzeiten, noch weniger Makulatur sowie eine noch höhere und vor allem stabilere Druckqualität sind sie eingebunden in einen intelligenten (Farb)Management-Workflow.

Die Industrialisierung des Verpackungsdruckprozesses schreitet mit großen Schritten weiter voran in Richtung Industrie 4.0. Somit ist die wirtschaftliche Produktion von Kleinauflagen nicht mehr allein dem Digitaldruck vorbehalten, der zudem oft noch mit drucktechnischen zu kämpfen hat. Doch für den erfolgreichen Start in das digitale Geschäft ist die Technologie oder das Drucken von Kleinauflagen nicht ausschlaggebend. Vielmehr geht es darum, die neuen Möglichkeiten des Digitaldrucks in neue Unternehmensleistungen umzusetzen.

Liebe Leser, neben dieser Ausgabe von Flexo+Tief-Druck mit dem Special „Digital Printing today“ finden Sie auf flexotiefdruck.de und in unserem Newsletter die aktuellsten drupa-Informationen und noch vieles mehr.

Eine erfolgreiche und inspirierende drupa 2016 wünscht Ihnen

Ansgar Wessendorf
Redakteur
wessendorf@gk-techmedia.com

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